The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • “Man sagte mir: Ja, das ist Liebe? doch, doch, glaub es nur, du siehst schon, wie leicht es ist. Man sagte mir: Ja, das ist Freundschaft, doch, doch, ganz bestimmt, du brauchst nicht weiter zu suchen. Man sagte mir: Hier, bleib stehn, Kopf hoch, schau dir diese Herrlichkeit an. Diese Ordnung! Man sagte mir: Nur zu, du bist doch kein Tier, bedenke diese Dinge und du wirst schon sehen, wie klar alles wird. Wie einfach! Man sagte mir: Sieh doch, mit welcher Kunst sie gepflegt werden, all diese tödlich Verletzten. Pause. Ich sage mir . . . manchmal, Clov, du mußt noch besser leiden lernen, wenn du willst, daß man es satt kriegt, dich zu strafen . . . eines Tages. Ich sage mir . . . manchmal, Clov, du mußt noch besser da sein, wenn du willst, daß man dich gehen läßt.. . eines Tages. Aber ich fühle mich zu alt und zu weit weg, um neue Gewohnheiten annehmen zu können. Gut, es wird also nie enden, ich werde also nie gehen. Pause. Dann, eines Tages, plötzlich, endet es, ändert es sich, ich verstehe es nicht, stirbt es … Oder ich bin es, ich verstehe es nicht, auch das nicht. Ich frage es die Wörter, die übrigbleiben - Schlafen, Wachen, Abend, Morgen. Sie können nichts sagen. Pause. Ich öffne die Tür der Zelle und gehe. Ich gehe so gebeugt, daß ich nur meine Füße sehe, wenn ich die Augen öffne, und zwischen meinen Beinen ein wenig schwärzlichen Staub. Ich sage mir, daß die Erde erloschen ist, obgleich ich sie nie glühen sah. Pause. Es geht von selbst. Pause. Wenn ich falle, werde ich weinen. . . vor Glück.”

    Nirgendwo solche Bedrängnis und Klarheit zugleich. Nirgendwo.

    Clov in Samuel Becketts Endspiel

  • Wahrscheinlich stirbt die Kultur nie aus. Wohlmöglich braucht der Mensch Kultur genau so zu Leben, wie seine Lungen. Nur was die Kultur ausmacht und ausmachen wird ist es, das mir Sorgen bereitet. Eine eiserne Lunge kommt der Verblödung durch das Fernsehen gleich.

  • Unter gleichlautendem Thema hatte das Internetzmagazin Telepolis gemeinsam mit einigen Bürgerrechtsorganisationen, bspw. FoeBud, CCC oder DVD (eine vollständige Liste gibt es hier), vor einiger Zeit zu einem Schreibwettbewerb aufgerufen. Ich hatte es ja schon mehrfach angesprochen und habe trotzdem den Termin verpennt. Denn all das verliert (leider) nicht an Aktualität, sondern wird von Tag zu Tag eher immer reicher an ihr.

    Wie dem auch sei, auf der Wettbewerbsseite sind nun die besten 10 Geschichten ausgestellt und jeder Leser ist dazu aufgerufen, bis zum 10.09.2006 seine Stimme für die ihm am meisten zusagende Geschichte abzugeben. Einen Tipp gebe ich absichtlich nicht ab, habe aber bereits eine Lieblingsgeschichte, die meine Stimme bekommen wird. Der Text mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis, ein von der Jury ausgewählter Text erhält den Hauptpreis.

    Allen Finalisten schon einmal im voraus viel Glück von hier aus. Und lasst euch vom BND nicht unterkriegen, wenn die erst mitbekommen, wie ihr tickt.

    Gefunden bei: Surveillance Studies

  • Attitüde. Attitüde. Attitüde. Wieviel verändert sich im Laufe der Zeit an einem menschlichen Charakter? Ich sage, so wie ich es bei mir und nur mir sehe, alles. Ich kenne nicht den, den ich auf Bildern sehe und zweifle immer zu an dessen Gestalt, der mir im Spiegel gegenüber steht.

    These people …

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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