The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Glücklicherweise wohnte ich schon seit einiger Zeit mit Johannes und Jana zusammen, anderenfalls möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie es womöglich allein geendet hätte. Man hört es ja immer wieder, wenn man sich mit Dutzenden von Schreiberlingen umgibt. Dass es ein Tanz auf schmalen Graden und gefährlich sei. So war ich, ohne es zu bemerken, in den Sumpf der Schreibwut abgerutscht.
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“Die Frage ‘Weiterleben – aber wie?’ ist darum keine von dieser Epoche uns gestellte. Sie ist die Grundfrage unseren Daseins; und das Orakel ist archetypisches Symbol. Wenn nun freilich das Verlangen nach dem Blick ins dämmrig verhängte Zukunftsland auch nicht spezifische Sache unserer Zeit ist, so kann man doch nicht leugnen, daß es heute sowohl dringlicher sich einstellt als auch legitimer auftritt denn je zuvor.”
Jean Améry - Weiterleben – aber wie?
“Herausforderung der Zukunft”, hieß es, und gleichzeitig “Mehr Freiheit wagen”. Aber manchmal muss man fast zwangsläufig am Schreibtisch innehalten und sich fragen, wie man noch um der Seele Labung willen Geschichten schreiben soll, wenn sich gleichzeitig das Politische mehr und mehr pervertiert, einem die Kehle zuschnürt und sich noch selbst dazu gratuliert.
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Kindskopf! Ausgelassenes Fett. Ist jemand da? Sicher nicht. An der Pforte der eigenen Wahrnehmung auf Einlass zu warten, erfordert ein hohes Maß an Geduld.
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Am Horizont klebt der Morgen wie eine umgestoßene Tasse dampfenden Capuccinos. Braun und milchweiß verhangen schiebt er sich empor, hievt sich gerade noch so hoch, dass es bis in den frühen Nachmittag zu genügend Licht reicht. Dabei ist es so kalt geworden, dass sich nicht einmal mehr die Müdigkeit aus den Gliedern der Leute traut. Kopfüber hängt sie in den Körpern und freut sich, ihren Winterschlag genießen zu dürfen.
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Rauchende Kindsköpfe, auf den Straßen verstreut, rauchend wie verbrauchte Munitionshülsen. 2007 gehörte dem Rockbusiness. Wir ritten durch die Köpfe, holten weit aus und hieben fest zu. Texte wie Bomben, wortene Langstreckenraketen aufs Gemüt, unter Verssalven und Alliterationsartillerie. Wo wir waren, hinterließen wir Spuren. Zinken, wir waren da!
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We’re just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year, running over the same old ground. What have we found? The same old fears, wish you were here.
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Was sagt es denn schon über Realität aus, wenn jeder Schritt falsch, jeder Atemzug gestellt und jedes Bild im Kopf künstlich anmutet? Wahr ist es immer nur so weit, wie du es zulässt, wahr zu sein. Wahr ist längst nicht wahr, nicht wahr? Und nichts wird ein gutes Ende nehmen.
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“Glück und Ahnungslosigkeit, denkt Schilf, sind Synonyme, liebe Physikerfrau.”
Juli Zeh - SchilfSchon bald, nach der ersten Erhellung, schält sich die Ernüchterung wie eine junge Knospe aus den Starren des Sozialen, zuverlässig und auf ihre Weise anmutig. Wir aber sind gestraft, einander zunehmend uninteressant zu werden, wenn wir es nicht vermögen, uns einige Mysterien zu bewahren.
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«Der Satiriker ist ein gekränkelter Idealist.»
Kurt TucholskyAls hätte das vermaledeite Naturparlament nun die ganze Sache endgültig besiegelt, sieht es ebenso die Welt ein. Passend zum Herbst wechseln wir Farben und Meinungen. Mit den ersten Blättern fällt dieses bedrückende Gefühl von den Bäumen auf unsere Schultern hinab. Und mit dem ersten Schnee kommt die Resignation hinzu.
Nur ein seltsames Phänomen kämpft noch dagegen an: Super-Angie rettet die Welt!
Von ihr könnte selbst Chuck Norris noch etwas lernen. Ausdruckslos und blutleer entsendet sie 500 Schneekanonen in die Arktis und kurbelt nebenbei die PR-Maschinerie an, um Eisbär Knuts natürliche Heimat im Auftrag des schönen Scheins zu retten. Aller das immer Beifall klatschend in Begleitung von Wolle S., einem Badener Amateurfilmer, der die erste Kamera auf dem Nordpol installieren will. Man weiß ja nie…
Währenddessen verweben im Heimatland fleißige Mithelfer eifrig die vor Sorge triefenden Spenden der von der bemitleidenswerten Geschichte im Herzen getroffenen Bürger in die Steinkohlesubventionen der kommenden Jahre.
Flieg, Super-Angie! Flieg bloß weit genug weg! Und vergiss den Wolle nicht!











