The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Wie mich die Gesellschaft als Punching-Ball missbraucht
Man sollte nicht nachts um 1 Uhr noch auf die Idee kommen, zwei Kannen Kaffee trinken, das wissen Steffen und ich spätestens jetzt ganz genau, da wir nach der Lesung in dem kleinen Backstagekabuff sitzen und gegen die Müdigkeit ankämpfen. Wie wir den Slam am Abend überstehen sollen steht in den Sternen.
«Wollen wir uns noch ein wenig die Messe angucken?», frage ich.
«Ja.», sagt Steffen.
Ohne jede Bewegung bleiben wir sitzen.
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Warum ich eigentlich ganz normal bin
Steffen und ich stehen im Shuttle-Bus, der uns zum Messegelände bringen soll. Während er sich über die dreisprachige Ansage der Haltestellen amüsiert, habe ich Angst. So müssen sich Tokio-Hotel-Fans fühlen, denke ich: unverstanden, hilflos, eingeklemmt zwischen Teenies und deren Eltern, gefangen in einer fremden Welt.
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Unheilbare Furcht vor Kot.
Scheißangst, sozusagen.#
“Das hab ich auch mal versucht, Tagebuch und so. Eine Brotkrumenspur durchs Pornohirn! Aber seit ich die Digicam habe, hat sich das erledigt. Du fotografierst einfach die Bierpullen und zählst jeden Tag nach. Das ist dasselbe, nur ohne verkrampfte Handgelenke.”
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“Ich musste mich daran erinnern, dass es ein gutes Gefühl war. Anderenfalls hätte ich wahrscheinlich einfach nur dagesessen. So wie es immer läuft. Es läuft nämlich gar nicht. Es ist einfach nur da, mein Dasein.”
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“Ich hab’s nie so mit Zeit gehabt. Vier Armbanduhren und immer noch Angst vor der Dunkelheit. Das ist doch entmutigend!”
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So etwas versüßt jedem Sprachnazi den Tag: Hoffnung für die deutsche Sprache.
Danke, Anke. Ohje.
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«Ist klar, alle Kultur ändert sich. Aber immer sind da erst die Leute, die in der Garage werkeln und die Ideen haben. Und dann kommen die anderen und wollen partizipieren, und die Garagenbastler fangen an, ihre Ideen zu verteidigen. Zu Recht oder zu Unrecht, das ist vermutlich mehr Stilfrage als sonstwas und hängt vom Einzelfall ab. Aber am Anfang, bevor etwas Verdienstmöglichkeit wird, ist der Idealist. Immer.»
Ein schöner Text, den ich, selbst als Nicht-Veteran, unterschreiben würde. Danke dafür.
via bov











