The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Der kleine Junge tappt etwas unruhig neben seiner Mutter durch die große Halle. Sie gehen die Treppe nach oben und man sieht, wie der Junge innerlich mit sich ringt. Immer wieder sieht er zu seiner Mutter auf, aber dann verlässt ihn der Mut. Als wir die Galerie entlang laufen, fasst er sich ein Herz.

    «Mama, bin ich von der Straße?»

    Sie runzelt die Stirn.

    «Aber wir wohnen doch in einem Haus!», sagt sie und rückt ihrem Kleinen beim Gehen den Stehkragen zurecht. Wichtige Termine, ganz sicher.

    Er aber findet allenfalls, dass das war keine befriedigende Antwort war. Es dauert noch eine Weile, ehe er sich traut noch einmal nachzuhaken.

    «Max sagt, er ist einer von der Straße.», wirft er ein.

    «Quatsch!», die gute Frau muss ihm auch alle Freude nehmen. Gerade eine Identifikationsfigur gefunden und schon wird sie mit einem Wort aus der potentiellen Wahrheit gefegt. Sie gehen Wortlos bis zu den sich anschließenden Korridoren und steuern auf ein paar Stühle zu, die für die Wartenden aufgestellt worden sind. Die erdrückende Stille schneidet Stück für Stück das Gebäude von der Außenwelt ab. Der alte Mann gegenüber scheint Angst zu haben, dass die Zeit ebenfalls dran glauben muss. Wartend zu sterben war noch nie sehr vorteilhaft.

    Nach einer Weile durchbricht ein Zucken des Jungen die Ruhe:

    «Wie Sido, Mama! Von der Straaaaaße, checkst du das nicht?», ruft er aufgeregt und zieht an ihrem Arm. Alle schauen sie an. Sie checkt’s echt nicht.

  • Tiefdunkle Zeiten.

    Dummerweise sind wir mittlerweile an einem Punkt breiten, historischen Wissens angelangt, an dem Einige von uns einen erneuten Niedergang, wieder einmal eine Flaute, einfach nicht mehr hinnehmen wollen.

    An allen Ecken bunt aufblitzendes Mitmachtheater. Wer lieber Intendant oder Dramaturg ist, der bekommt Krämpfe im Kopf. Der Benz fahrende Schlipsträger wie die kleine Tippse.

  • CCC: 23rd Chaos Communication Congress

    Vom 27. bis 30. Dezember letzten Jahres fand in Berlin die 23ste des alljährlichen Chaos Communication Congress statt, besser bekannt als 23c3.

    Für alle, die nicht vorbeischauen konnten, gibt es wie in den vorangegangenen Jahren schon die erfreuliche Nachricht, dass nun einige Aufzeichnungen von Vorträgen im Internet über die Seite des 23c3 verfügbar sind.

    Besonders erheiternd und erschütternd zugleich war natürlich wieder die so genannte Fnord News Show, bzw. der Fnord Jahresrückblick - eine Präsentation von besonders hübschen Fnords, über das Jahr lang gesammelt und zusammengestellt von Frank Rieger und Felix von Leitner, auch bekannt als Fefe.

    Nachdem dem 22c3 durch Rop Gonggrijp und Frank Rieger der Untertitel “We lost the war” verpasst worden war, ging es in diesem Jahr zwar nicht unbedingt zuversichtlicher, unkritischer oder unernster, aber doch auch wieder mit einem Augenzwinkern zu. Es gab weiterhin Alltbekanntes und Geliebtes wie Hacker-Jeopardy plus wieder jede Menge interessante Vorträge, die von zutiefst Technischem bis hin zum Philosophischem reichen. Das Stöbern und Anschauen lohnt sich also.

    CCC Events Blog
    Seite des 22c3
    Seite des 23c3
    Liste mit Servern, die Aufzeichnungen der Vorträge zum Download anbieten

  • Als Peter mich aufgeweckt hatte, was es schon wieder dunkel geworden. Ich hatte ihn nicht gefragt, wo er den Tag über gesteckt und was er getrieben hatte, aber seine Freude hatte ihm immer noch ins Gesicht geschrieben gestanden. Der Schlaf für mich hatte Einiges geklärt. Nichts beseitigt, aber wenigstens hatte er erst einmal alles vertrieben. Diese hässliche Mischung als Leere ob der Nachricht vom Tod meiner Tante und jener von Peters bstandener Prüfung. Mit meiner Tante war es wieder ein Mensch weniger geworden, der es gerechtfertigt hätte, nicht ganz allein auf der Welt zu sein.

    Ich hatte mich vom Bett hochgerafft und war durch durch die kleine Wohnung getaumelt. Dann einen Kaffee zum Wachwerden, ehe Peter schon wieder gedrängelt hatte. Er hatte es ernst gemeint mit seinem Satz, dass er mich an diesem Abend noch unbedingt in irgendeine Kneipe schleppen wollte. Und dann hatte er schon wieder ungeduldig in der Tür gestanden, sie immer provokatorisch geöffnet, sobald ich auch nur in ihre Nähe kam und noch einmal ins Bad abbog, damit ich auch ja mitbekam, dass er es eilig hatte.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Ich freue mich, dass ich mich diesem heutigen Ereignis anschließen kann, das in der Geschichte als größte Demonstration für Freiheit in der Geschichte unserer Nation vermerkt werden wird. Im letzten Jahrhundert schrieb ein berühmter Amerikaner, in dessen symbolischen Schatten wir heute stehen, die Freiheitsproklamation. Er prägte das neue Mantra der Welt.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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