The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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On September 9, 2006, 112 of the world’s most compelling thinkers, artists, writers, scientists, social entrepreneurs, philosophers and humanitarians from around the world will come together in Berlin, Germany, as guests of dropping knowledge.
Seated around the worlds largest table in historic Bebelplatz square, these inspiring individuals, renowned for their lasting creative or social contribution, will engage with 100 questions out of the thousands donated to dropping knowledge by the international public.
Using dropping knowledge’s question-rating system, the public identified 500 questions as those most likely to initate open dialog on a social topic of most relevance to them. This group of questions will yield the final 100 Questions �?? representing a truly global sampling of cultures, themes and ideas �?? to be asked at the Table of Free Voices and beyond.
Quelle: dropping knowledge
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[...] bekommen die Kinder schon im Kunstunterricht der Schule mit, dass es nicht ihre Bestimmung sein soll, ein Picasso zu werden, wenn sie stundenlang Vorlagen auszumalen haben. Denn das entspräche keinem gleichmäßigen Gang. Das Drama unserer Zeit kristallisiert sich in solchen, man möge leichtfertig sagen, Kleinigkeiten. Die Diskrepanz liegt offensichtlich zwischen dem sozialen Abbau und dem Unwert, dem sinkenden Wert des Menschen per se.
Er hat gut zu funktionieren; lebendig und zufrieden muß er nur in dem Maße und auf eine Weise sein, wie es zu seinem Funktionieren notwendig ist.*
* aus Erich Fromms Aufsatz Von der Kunst zu leben in Die Kunst des Lebens
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“Man sagte mir: Ja, das ist Liebe? doch, doch, glaub es nur, du siehst schon, wie leicht es ist. Man sagte mir: Ja, das ist Freundschaft, doch, doch, ganz bestimmt, du brauchst nicht weiter zu suchen. Man sagte mir: Hier, bleib stehn, Kopf hoch, schau dir diese Herrlichkeit an. Diese Ordnung! Man sagte mir: Nur zu, du bist doch kein Tier, bedenke diese Dinge und du wirst schon sehen, wie klar alles wird. Wie einfach! Man sagte mir: Sieh doch, mit welcher Kunst sie gepflegt werden, all diese tödlich Verletzten. Pause. Ich sage mir . . . manchmal, Clov, du mußt noch besser leiden lernen, wenn du willst, daß man es satt kriegt, dich zu strafen . . . eines Tages. Ich sage mir . . . manchmal, Clov, du mußt noch besser da sein, wenn du willst, daß man dich gehen läßt.. . eines Tages. Aber ich fühle mich zu alt und zu weit weg, um neue Gewohnheiten annehmen zu können. Gut, es wird also nie enden, ich werde also nie gehen. Pause. Dann, eines Tages, plötzlich, endet es, ändert es sich, ich verstehe es nicht, stirbt es … Oder ich bin es, ich verstehe es nicht, auch das nicht. Ich frage es die Wörter, die übrigbleiben - Schlafen, Wachen, Abend, Morgen. Sie können nichts sagen. Pause. Ich öffne die Tür der Zelle und gehe. Ich gehe so gebeugt, daß ich nur meine Füße sehe, wenn ich die Augen öffne, und zwischen meinen Beinen ein wenig schwärzlichen Staub. Ich sage mir, daß die Erde erloschen ist, obgleich ich sie nie glühen sah. Pause. Es geht von selbst. Pause. Wenn ich falle, werde ich weinen. . . vor Glück.”
Nirgendwo solche Bedrängnis und Klarheit zugleich. Nirgendwo.
Clov in Samuel Becketts Endspiel
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Wahrscheinlich stirbt die Kultur nie aus. Wohlmöglich braucht der Mensch Kultur genau so zu Leben, wie seine Lungen. Nur was die Kultur ausmacht und ausmachen wird ist es, das mir Sorgen bereitet. Eine eiserne Lunge kommt der Verblödung durch das Fernsehen gleich.
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In einem Punkt unterscheidet sich dieses Zeitalter nicht von den kulturellen Hochburgen. Wovon ich spreche, ist die endlose, gähnende Langeweile, die spätestens Abends in allen Häusern Einzug hält. Nur, ich würde zu gern auch von der Langeweile ohne Fernseher sprechen können. Dieses gräßliche Ding verblödet, verkauft alle Kraft an nichts und gaukelt einem eine Bedeutung der eigenen Existenz vor. Leider ist die einzige Bedeutung dabei die Kennnummer in den Einschaltquoten, die man hinterlässt.
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Nur, wenn man in eine Arbeit versunken ist, kann man verstehen, was es bedeutet, am Leben zu sein. Leider schließt die Versunkenheit gleichsam das Wissen um diesen Zustand aus. Es ist also unbedeutend, nicht hilfreich. Und dennoch ist die Klarheit danach einzigartig.











