The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Glücklicherweise wohnte ich schon seit einiger Zeit mit Johannes und Jana zusammen, anderenfalls möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie es womöglich allein geendet hätte. Man hört es ja immer wieder, wenn man sich mit Dutzenden von Schreiberlingen umgibt. Dass es ein Tanz auf schmalen Graden und gefährlich sei. So war ich, ohne es zu bemerken, in den Sumpf der Schreibwut abgerutscht.
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Manchmal kann man sich schon sehr niederträchtig vorkommen, noch jung zu sein. Beispielsweise wenn man an einem Dienstagmorgen auf dem Nachhauseweg von einer Party den kürzeren Weg über die innerstädtischen Märkte nimmt.
Zuerst ist es überhaupt ein kleines Kunststück, sich einen Weg durch die dicht gedrängten Massen von Leuten zu drängen, die durchweg über sechzig Jahre alt sind. Leute, die die Wege blockieren und sich gegenseitig vorhalten, wie schlecht das Leben, wie kurz die Zeit und wie teuer der Spargel ist.
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Wie lang soll ein Kopf denn so etwas überhaupt aushalten können? Das Klopfen, das Drehen und die immer währenden Versuche, sich die Klarheit zu verschaffen, die man zu brauchen meint? Ständig unter Spannung zu sein, als hinge er fest eingekeilt in einem Schraubstock. Immer am Puls der Zeit, mit jedem Schlag ein Stück weiter nach vorn. Agieren, agieren! Und niemals Halt machen, nie stehen bleiben, verschnaufen oder sich einfach einmal umsehen. All das von dem Gefühl begleitet, die zwölf Aufgaben des Herakles längst überboten zu haben.
Man will sich auch zurücklehnen können. Sich anlehnen dürfen, die Augen schließen und alles über die inneren Wasserfälle ins gedankliche Nirgendwo entlassen. Nichts mehr mit irgendetwas zu tun haben. Oder nur noch etwas haben, dass sich lohnt. Für ein paar Minuten. Vielleicht für ein paar Monate. Aber trotzdem wie ein farbenblinder Stier jedem flatternden Tuch hinterher hetzend. Es wird sich wieder nicht lohnen.
Denn vielleicht ist das auch die ganze Kunst. Aufzustehen, loszugehen, etwas zu machen. Sich zurückzulehnen, das frisch aufgelegte Parfum zu spüren, wie es die eigenen Nüstern umweht und keinerlei Unruhe mehr über sich selbst kommen zu lassen. Den ganzen vielen Helfern von nun an zu entbehren. Der sekündlichen genugtuenden Freiheit. Den Kopfketten, dem Kettenkarussell im Kopf. Wie es genau dann ist. Sich selbst zuzusehen. Und weder Furcht noch Eifer zu verspüren. Sondern bloße Zufriedenheit.
Das Leben im Konjunktiv wäre ein großartiges.
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Foto von BrittneyBushMit seinen 14 Jahren sagten sie es ihm zum allerersten Mal.
Sie sagten es kühl und dabei war es aufrührerisch. Für sie war es Normalität. Sie hatten jeden Tag damit zu tun, nichts Besonderes mehr, blanker Hohn, sein Schwanken nachzuäffen. Sie alle hatten es gehabt.
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Ich verstehe solche nicht, die ohne Musik, ohne Literatur, ohne Tanz, ohne Malerei, ohne Schauspiel, ohne Bildhauerei und so fort leben können. Vielleicht wissen sie nur nicht, was ihnen fehlt. Manchmal mag man sie beneiden. Jedoch nie um den gedanklichen Aspekt. Niemals.
Erschütternd und beruhigend zugleich, wie Schwere und Leichtigkeit so schnell zu wechseln vermögen, wie mit einer Sekunde ein ganzes Leben in sich zusammen fallen kann, ja wie nah das alles bei einander liegt. Man mag leichtfertig grundlos sagen, aber das ist nicht korrekt.
Zu schreiben und damit das Gefühl aneinandergereihter Töne erzeugen können. Töne, die erschüttern und aufbauen zugleich. Bilder zu malen oder zu zeichnen, die alles Flüchtige und unbewusst Wahrgenommene sichtbar machen, solche die zeigen, wie sich dieses oder jenes anfühlt. Zu tanzen und durch elegant gewählte Bewegungen zu sprechen, als monologisiere man besser als die größte Akteur. In der Materie feste Skulpturen schaffen, die man als Betrachter tanzen oder weinen sieht. Und dazu Musik zu zaubern, die selbst den Kraftvollsten in nicht einmal fünfzig Sekunden zu Grunde gehen lässt.











