The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Am Samstagabend hatten sich wie üblich alle am Severinplatz getroffen, um miteinander abzuhängen. Aber von Wochenende zu Wochenende kamen immer mehr Leute. Da waren die verlorenen älteren, die mit 26 Jahren immer noch nichts geschafft hatten und sich an die zehn Jahre Jüngeren hielten, denn wenigstens für diese waren sie noch Vorbilder. Von ihrer Arbeitslosenhilfe kauften sie sich die teuersten Markenklamotten, rauchten die teuersten Zigaretten und lebten dafür in einer schäbigen Ein-Zimmer-Wohnung, in die sie niemanden mitnahmen. Natürlich verdiente sich jeder von ihnen als Ticker etwas dazu. Die meiste Zeit jedoch taten sie das, was sie auch in unserer Gegenwart taten - sie saßen herum, hörten Musik aus mitgebrachten Ghettoblastern und hielten semiphilosophische Vorträge über französische Hip-Hop-Texte, die vom Mittelalter handelten.

    Mädchen gab es an diesen Abenden en masse. Alles kleine Gören aus den umliegenden Real- und Gesamtschulen. Nur in der letzten Zeit waren auch die ersten gescheiterten Gymnasiastinnen aufgelaufen. Ich weiß nicht, ob sie verstanden haben, was uns so locker zusammenhielt, denn höchstwahrscheinlich kamen sie nur, weil es eben cool war, mit uns die Bullen zu verarschen, bis in die Nacht Scheisse zu fabrizieren oder um sagen zu können, dass sie diesen oder jenen kannten.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • [...] war gestern am späten Nachmittag noch Thema beim Sender 3sat. Und ich muss zugeben, nicht viel über ihn gewusst zu haben, außer, dass es ihn zumindest gab - zu Unrecht. Es lohnte wohl nicht, die Inhalte nachzuplappern, jedoch muss ich einen Satz besonders loben.

    Ich kann ihn nicht widergeben, und wenn ich es versuchte, es würde nicht gelingen, also sage ich es möglichst mit eigenen Worten.

    Gegen Ende der Reportage, als Pissaros gefundener Stil, in Punkten und kurzen Strichen zu malen, endgültig Thema geworden war, versuchte man den Themen seiner Werke auf den Grund zu gehen. In die Ferne blickende, oder gar träumende Menschen, die bei einander stehen und doch fern voneinander sind, frei von allem und endlich in der Lage, mit sich eins werden zu können, indem sie ganz einfach in stiller Konfrontation mit ihrer Existenz denken dahindämmern oder großartige Stadt- und Parkansichten, zeichnete er letztlich en masse.

    Beeindruckend, nichts weiter.

     

    Wikipedia: Camille Pissarro

  • Was keinem Surrealisten abzusprechen ist, ist sein Hang gerade zum Realismus, zur Komik und gleichzeitigen Tragik. Er portraitiert als Maler seiner Epoche die kleinen Sinnlosigkeit in seiner ganz eigenen Tragikomik.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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