The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • “Langweilt dich der Sommer irgendwie?”
    Julia steht in der Tür, nachdem sie, wie sie es immer macht, nur kurz angeklopft und danach gleich die Tür aufgerissen hat. Sie schaut mir in den Rücken mit ihrem durchdringenden Blick, ich hocke am Schreibtisch, in der Linken eine Zigarette balancierend und auf die wenigen Zeilen des Vormittags schauend.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • (erweitert um ein gutes Ende)

    Es ist überall der gleiche Trott, in Leipzig, Berlin, ganz Deutschland, der Welt und wahrscheinlich überall. Verbrechen, Leid, Terror, Kinderarbeit, Volkswagen und CDU.
    Aber als ob das nicht reichen würde, geht es jedes Jahr aufs Neue wieder los, alles wiederholt sich und bringt das ewig gleiche Schema von grün behangenen Bäumen, bunten Blüten, morgens eher, abends länger hell … es wird Frühling.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • anfänger
    anfänger
    anfänger
    sagen sie
    immerzu
    wenn du zweifelst

    diese globalisierte welt
    mit prioritätspisse
    mit berufsblödsinn
    mit mobilitätsmist
    mit corporatekacke
    mit skillsscheiße
    mit abilityarschlecken
    und glücksgegnern

    und die stadt verliert
    eine ihrer säulen
    die tage werden spröde oder
    nur ich

    und falsch steigt die Sonne
    in den himmel
    während es dunkel bleibt
    in mir

    und wie sollte man tun
    wenn alles wegbricht
    als sich einzulassen oder
    einfach abzuwarten

    und wie nicht ängstlich sein
    wenn es so gut ist
    dass es wie geträumt ist
    nur echt

    und du kommst zurück
    wie der frühling
    hast ihn im gepäck oder
    er dich

    ja
    ja
    ja
    es drauf ankommen lassen
    trotz angst
    gerade deshalb

  • Wie erloschene Blindgänger
    starren die Bäume gen Himmel,
    tentakelnd traurige Tiere
    ergehen sich auf den Wegen,
    unter den tief hängenden Ästen.

    Wie geleert ich im Grün liege,
    ausgedorrt, entseelt und
    fragend, wo Weißrussland ist.
    Und ohne Antwort weiter,
    weiter fragend liegen bleibe.

    Wie ich dich sehen möchte,
    in geblühmtem Kleid
    und Himmelblau im Rücken,
    mit Wind unter den Armen,
    auf gepunkteten Wiesen.

    Wie nervös und aufgeregt
    will ich den Zug beim
    Einfahren und Halten hören,
    dich aussteigen und laufen sehen,
    geschwängert von guter Zeit.

    Um dann rücklings im Gras
    deinen Duft flattern spüren
    unter jenem Himmel,
    der doch für alle gleich ist —
    in Weißrussland und hier.

  • da sind sie
    den ganzen tag unterwegs und leben und
    planen und beben und
    wagen und streben und
    reden und reden und reden und
    sagen nichts

    rennen kilometerweit auf dem stepper
    obwohl sie nur auf der stelle treten

    fotographieren sich vorm eiffelturm
    nur dass es nicht ums dagewesen sein geht
    sich vielmehr ums dasein dreht

    wechseln die stimmung nach bedarf
    es noch etwas anderem?

    denken ist so 2008
    das mach ich jetzt auch

    warum es nicht alles so einfach sein kann
    warum es nicht alles so einfach sein kann
    warum es nicht alles so einfach sein kann
    sondern anstrengend bleiben muss

    zu lächeln und
    gleichzeitig
    da zu sein
    zukünftig
    da zu bleiben

    vergänglich
    besonders zu sein
    im nachhinein

    ich schenke mir eine portion selbst
    mitleidig blicke ich an mir herab
    wertend

    schwer, aber nichtsdestotrotzköpfig lose
    von der welt, weit ab und hoch darüber
    bleibt es schwer und
    schön, den horizont zu sehen

    verrückte lichter tanzen dort
    durch meine trüben augen fort

    deine augen
    diese tiefen mariannengrabenaugen
    in die ich mich zu stürzen liebe

    nicht für den fick
    nicht für den kuss

    ich will — urknall

    gewöhne mir die traurigkeit nicht länger
    anwesend sein
    das ist sie
    es

1 2 3 ... 7

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare