The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Was heißt das: Man kann sich leicht über den oft proklamierten Ernst des Lebens lustig machen, aber man findet keine Witze über die offenkundige Egalität desselben.
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Am Hauptbahnhof angeschaut werden,
oder es zumindest ständig glauben.Unterwegs sein.
Keine Zeit haben.
Mit dem ICE gern durch Gohlis fahren,
dabei die staunenden Blicke der Weiterfahrenden betrachten.Die Zwickauer Straße für literarische Szenarien ungeeignet finden.
Immerzu die Sache mit der Mail-Adresse erklären müssen.
Beim Public Viewing euphorische Menschen in den Kneipen viewen.
Das Plastikblumenarrangement vor der HGB nicht verstehen.
Angst vor Sushi haben.
Nach Hause laufen und die Quietschgeräusche aus Schlafzimmerfenstern zählen.
Das Klemmbrett so schön hoch halten.
In Franken Franken fotografieren.
Versuchen, Kaffee-Derivate in Lützschena zu trinken.
In Stötteritz falsch abbiegen. Immer.
Die Fußgängerunterführung bei <schwedisches Möbelhaus> meiden.
Blogger in südvorstädtischen Videotheken sehen.
Die Stimmung an das Wetter koppeln.
Auf Häuserdächern bis zum Clara Park laufen,
Schuhe verlieren.Kennen contra Verstehen stellen.
Anger-Crottendorf sehen, weiterfahren.
Dasitzen.
Sorgen.
Durchhalten.
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Es ist ein verfrühter Sommertag, der nur auf dem Kalender noch zum verspäteten Frühling gehört. In der Straßenbahn ist es heiß, die Fenster sind kreisrund beschlagen und schwer atmend überlege ich, welche der Mitfahrenden ohne Weiteres dazu fähig wären, jemandem sämtliche Knochen zu brechen und welche von ihnen es schaffen könnten, jemanden psychisch zerbrechen zu lassen.
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Jeder von uns ist besser als die Anderen. Überall werden wir gemessen, bewertet und in Raster gedrückt. Wir werden gezählt, bestimmt und einsortiert. Es kotzt uns an. Aber alles, was wir tun, ist mitzumachen, uns über- oder unterzuordnen, mitzuzählen und mitzumessen. Sind wir nicht länger stolz genug, für uns einzustehen, oder sind wir nur zu genügsam geworden? Wir leben dahin und sind allein damit beschäftigt, Rechtfertigungen für das zu finden, was wir tun, um uns möglichst abzuheben vom Rest. Denn es ist leichter, sich im “eigentlich” und “aber” fläzen, statt zu versuchen, sie ganz zu streichen. Nur was uns dabei entgeht ist, dass wir nichts Anderes tun, als bloß unser Leben zu konsumieren wie eines jener Dinge, die wir tun, um anders, besser, als jene unbestimmten Anderen zu sein.
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Françios Duc de La Rochefoucauld hat einmal gesagt: “Wer sich viel mit dem Kleinen abgibt, wird unfähig für Großes.”
Ich glaube das.
Nicht kleckern, sondern klotzen muss man. Den meisten Leuten ist es extravagant genug, sich lustige Buttons ans Revert zu stecken und ein Erasmus-Jahr lang zwischen den Beinen möglichst vieler Frauen mit möglichst abgefahrenen Intimfrisuren zu verbringen.











