The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Ich komme jeden Tag an einer Tagesklinik vorbei, genauer gesagt an einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Morgens stehen schon die ersten Autos vor den Toren. Darin sitzen dann besorgt dreinblickende Mütter, niemals Väter, die ihre Töchter oder Söhne den Tag über dort abladen und dann zur Arbeit fahren oder sonst irgendetwas tun. Mal davon abgesehen, dass ich solche Häuser nicht leiden kann, sehen die Insassen dort nicht sonderlich gesünder oder kranker aus als die, die allmorgendlich apathisch am Zaun vorbei taumeln. Allein strahlen sie eine unglaubliche Langeweile und Gleichgültigkeit aus, denn sie haben ihren Stempel weg. Niemand, der sie dort sieht, wird sie unvoreingenommen beurteilen, besonders nicht die, die genau darauf bedacht sind. Sie wägen so lang ab, bis sie entweder überhaupt keine Meinung mehr, oder nur noch falsches Mitgefühl, oder noch schlimmer, tolle Sprüche für sie übrig haben. Ein reiß dich mal zusammen! oder Kopf hoch! hilft keinem von ihnen.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Ich höre Radiohead: Exit Music (For A Film), schließe die Augen, laufe kreuz und quer - und bin frei.

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    In einigen Momenten spürt man, wie poetisch man seine Existenz zeitweise webt. Die schönste Elegie, für welche man nur keine Worte findet, da Worte hier nichts mehr beschreiben können, verzaubert manche Minute, macht sie kostbar.

  • Leben, das ist ein Satz, der auf ein Fragezeichen endet.

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    Alles endet. Nichts von alledem, was irgendwann einmal begonnen worden ist, bleibt ohne das ihm entsprechende Ende. Tragischerweise ist dies in den meisten Fällen eine Katastrophe, über deren Sinnlosigkeit man sich erst dann klar wird, wenn man sieht, wie unbeeindruckt alle Welt davon bleibt.

  • An der Landesgalerie brachte ich in den Morgenstunden ein paar Minuten zu, als ich dem Spiel eines Mannes und seines Hundes zusah. Der kleine, schwarze Hund sprang ausgelassen auf der Wiese umher, sein Herr jagte ihn und ließ sich ebenso von dem Vierbeiner jagen. Ich stand dabei und besah ein anfliegendes Lächeln, das sich widerborstig in mein Gesicht drängte, musterte die beiden und konnte an nichts Anderes denken, als dass sie umso entleerter in ihr Heim zurückkehren würden, wenn sie bemerkten, dass dieses Moment nie mehr zu ihnen zurück kehren würde, bis ich wieder ins innerliche Wehklagen einstimmte und mich davon sang.

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    Lasterhafterweise fühlt man sich dem Tode nahestehend erst richtig lebendig.

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    Komischerweise fühlt man sich ausschließlich in Melancholie einbalsamiert erstmals dem Leben zugewandt.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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