The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Was macht das Erlebnis einer Reise aus? Die Reise und das Erlebte, die Erinnerung daran, die Freude an der Sache an sich oder die bloße Vorstellung davon bei sich und Anderen? Wahrscheinlich sind es die Erinnerungen und Vorstellungen davon, also die individuelle Färbung des Ganzen.Wir spinnen uns kleine Filme, in denen wir das nicht haben wollen, was nur zu etragen ist oder war, sondern alles auf das Schönste reduzieren, beziehungsweise unsere Nebensächlichkeiten zum Besonderen machen.
Nur deshalb sind die Einträge über die Leben verschiedener Menschen in den Lexika so elend kurz, dass es schon beleidigend ist.
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Wir waren besonders früh aufgestanden und hatten die Kneipenbesitzer noch vor dem morgendlichen Schließen erwischt. Coffee to go oder wie das heißt kannte man damals noch nicht. Ich musste ziemlich viel löhnen dafür, dass wir die Tassen mitnehmen und uns rechtzeitig in Richtung des Hafens aufmachen konnten.
Der Hafen war der einzige Punkt in der kleinen Stadt, der schon längst in vollem Betrieb war. überall legten gerade die Fischerkähne ab und schaukelten ins Halbdunkel hinaus. Graubärtige Alte nebst ihren jungen Gehilfen schauten uns fragend an, als sie langsam ausliefen. Trotz der Bartstoppeln und dem rauen Tweetrock passten wir nicht recht hierher.
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Die Jahre hatten dem alten Herren, hier auf der Wellblechverkleidung der Dachkante stehend, graue Strähnen in das vormals dichte, schwarze Haar gezeichnet und das kindliche Gesicht zu einem ernsten und vorallem verbitterten Greisenangesicht werden lassen. Der Wind sprang jung durch die seine Finger, huschte an seinen Hosenbeinen entlang und spielte mit dem Gedanken, dem Alten einen Stoss zu versetzen. Doch aus einer Verlegenheit heraus ließ es bleiben und wirbelte ihm stattdessen brausend in den Rachen und in die Lungen hinein. Er atmete schwer, mit jedem Zug hatte er das Gefühl, gleich müsse es nicht mehr gehen und er würde ersticken. Seine Kehle war zugeschnürt und nur ein mikroskopisch kleiner Spalt brachte frische Luft in sein Inneres.
“Ach” sagte er leise vor sich hin, “ich denke, es ist Zeit…” Da brach die violette, rote und graue Wolkendecke auf und ein Bündel hellen Lichts traf sein Gesicht. Doch die Wärme beruhigte ihn nicht, sondern machte die Luft schwül und immer stickiger. Aus einem Schlupfloch zwischen den dicken Wattekissen bahnte sich ein kleines Geschöpf seinen Weg auf ihn zu. Es trug eine weisse Toga, die ihm Sonnenlicht gelblich schimmert, mit goldenen Rändern und einer Stickerei, die nicht zu entziffern war, auf der Brust. Es schwebte langsam in die Richtung des Mannes, man sah, dass seine Fußspitzen ausgestrckt dem Boden entgegen zeigten und die Arme leblos an der Seite hingen. Im Näherkommen erkannte er einen kleinen Jungen, sich selbst mit gerade einmal fünf Jahren, der sich jetzt in der Schwebe locker zurück legte, als wenn er sich in an den Partikeln in der Luft anlehnen könnte.
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So ist das eben. Hier floskelt jemand durch die Gegend, dort muckiert sich ein Anderer darüber. An dieser Stelle besteht eines Menschen Leben aus Arbeit und dem Rest, an anderer wird versucht, es als Ganzes so erfüllt wie nur möglich zu gestalten. Wieder hier ist Philosophie blodes Reden, anderswo eine Passion. So ist das, und so bleibt das. Zwei Könige, der eine breit geliebt, der andere kleinlaut verehrt, ungleich bedeutet, ungleich bedeutend, zu Unrecht, wenn sie doch einer sein sollten.
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Was sind Euphemismen, wenn nicht alle Worte? Was ist Gefühl, wenn nicht jedes Lied, von dem sich keiner traut, es zu kritisieren und es besser in eine Ecke stellt? Was ist Emotivismus, wenn nicht das Absagen der Vernunft gegenüber? Was ist real, wenn alles zu negieren geht? Was ist Wichtigkeit, wenn Negationen vom Gefühl abhängig sind, die einer Vernunft nicht länger entsprechen? Die Ketten aus Propositionen hängen so zusammen, wie sie sich zerreisen lassen. Und dann sind sie fast wertlos.
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Vielen Menschen fällt es offensichtlich schwer, sich durch den Dreck aus Floskeln, Tradition und Konfession, in dem Sie seit ihrer Geburt stecken und der ihnen täglich immerdar eingeflößt wird, an die Oberfläche zu wühlen - keine Oberfläche der Objektivität, höchstens der übersicht, die aber noch lange nicht objektiv ist - und zu denken.











