The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Heute habe ich im Spiegel gesehen, dass sich mein Backenzahn langsam aber sicher dunkel verfärbt. Ich habe beim Zahnarzt angerufen, aber die Sprechstundenhilfe versicherte mir, dass sie keine Vollnarkosen anbieten. Um also nicht zum Arzt zu müssen, habe ich „dunkler Zahn“ gegooglet und mich daraufhin gleich wieder ins Bett gelegt. Laut Internet bin ich jetzt sowieso krankgeschrieben.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Vorm LVB-Turm stehen,
    sich wundern, wo der LVB-Turm ist.

    Schreiend durch den Bahnhof stürmen,
    bis der BGS erwacht.

    Karl Liebsknechts Namen in der Südvorstadt zählen.

    In der Straßenbahn maskiert in die Kameras winken.

    Im Connewitzer Eck Kölsch bestellen.

    Vergeblich nachts beim Araber Pommes verlangen.

    Caféhaus-Ketten ignorieren.

    Nach Gohlis fahren.

    Und nach Eutritzsch.

    Nach Mockau laufen.

    Fragen, warum es Reudnitz heißt.

    Sich im Marriot nach Promis erkundigen.

    Oder einfach so mitwarten.

    Auf der Angerbrücke hüpfen.

    Plagwitz nicht finden.

    Am Sportforum Bälle über die Zäune schießen.

    Passanten im Zoo nach Knuts Gehege fragen.

    In der Triangel eine Playstation verlangen.

    Mittags vor der NaTo liegen.

    In Schleußig auf Nachtbusse warten,
    nicht einsteigen und nach Hause laufen.

    Im König Heinz nach Mitgliedschaftsanträgen fragen.

    Keinen bekommen.

    Um 04:00 Uhr in die Ilse gehen.

    Vor der eigenen Haustür im Gras schlafen.

    2008 schon 2009 sein.

    Oder 2010!

  • Hier bin ich maßlos,
    hier darf ich’s sein!

    Durch Stroboskopdschungel,
    Schweiß, Nebel, Lichtklüngel,
    wildwachsend Stimmgestrüpp
    und Bass.
    Bass Bass Bass Bass Bass.
    und Bass.

    Wer braucht schon Schlaf?
    Wer braucht schon Schlaf?
    Wer braucht schon Schlaf?

    Durch Stroboskopdschungel
    treib mich,
    mich davon.

    Nebel schwanger schweißgebadet
    Licht zerfetzt kalt tot
    Stimmen längst verstummt,
    aber Bass.
    Bass Bass Bass Bass Bass.
    und Bass.

    Komm und sei mit mir heut nacht
    verloren –

    zu zweit

    in der Straßenbahn
    ein bisschen heilsame Einsamkeit tanken.

  • Mittwochs ist Bergfest.

    Das Gros der arbeitenden Bevölkerung hat mehr als die Hälfte der Werktage hinter sich. Was folgt, ist der Donnerstag. Und da denkt man die ganze Zeit über: «Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!». Der Freitag selbst, als der bekanntlich allerleichteste Tag, ist dann nur noch bloße Makulatur. Man übersteht ihn irgendwie, es fällt alles etwas leichter, man lässt den Chef vor sich hin brabbeln, schließlich steht das erlösende Wochenende vor der Tür.

    Ab Mittwoch, der größten Hürde des lohnarbeitenden Zyklus’ also, werden die Leute immer leichtsinnig!

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  • Ich erinnere mich noch gut an diesen einen, mein Leben sondergleichen beeinflussenden, mein Bild von bemitleidenswerten Zuständen vollends revidierenden, tiefe Risse im ohnehin kargen Selbstbewusstsein zurück lassenden, tragischen Tag. Jener Tag, an dem mir der beblaumannte Hausmeister mit hämischen Grinsen im tief gefurchten Henkersgesicht die Schlüssel zu meinem Zimmer im Studentenwohnheim überreichte.

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WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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