The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Was heißt das: Man kann sich leicht über den oft proklamierten Ernst des Lebens lustig machen, aber man findet keine Witze über die offenkundige Egalität desselben.

  • [...] aber die meiste Zeit über hatte es gar nicht daran gelegen, zu empfindlich, sondern weit mehr noch zu unempfindlich gewesen zu sein.

  • anfänger
    anfänger
    anfänger
    sagen sie
    immerzu
    wenn du zweifelst

    diese globalisierte welt
    mit prioritätspisse
    mit berufsblödsinn
    mit mobilitätsmist
    mit corporatekacke
    mit skillsscheiße
    mit abilityarschlecken
    und glücksgegnern

    und die stadt verliert
    eine ihrer säulen
    die tage werden spröde oder
    nur ich

    und falsch steigt die Sonne
    in den himmel
    während es dunkel bleibt
    in mir

    und wie sollte man tun
    wenn alles wegbricht
    als sich einzulassen oder
    einfach abzuwarten

    und wie nicht ängstlich sein
    wenn es so gut ist
    dass es wie geträumt ist
    nur echt

    und du kommst zurück
    wie der frühling
    hast ihn im gepäck oder
    er dich

    ja
    ja
    ja
    es drauf ankommen lassen
    trotz angst
    gerade deshalb

  • Mittwochs ist Bergfest.

    Das Gros der arbeitenden Bevölkerung hat mehr als die Hälfte der Werktage hinter sich. Was folgt, ist der Donnerstag. Und da denkt man die ganze Zeit über: «Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!». Der Freitag selbst, als der bekanntlich allerleichteste Tag, ist dann nur noch bloße Makulatur. Man übersteht ihn irgendwie, es fällt alles etwas leichter, man lässt den Chef vor sich hin brabbeln, schließlich steht das erlösende Wochenende vor der Tür.

    Ab Mittwoch, der größten Hürde des lohnarbeitenden Zyklus’ also, werden die Leute immer leichtsinnig!

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Mittwochs ist Bergfest.

    Mehr als die Hälfte der Arbeitswoche ist für den Großteil der Leute vorbei. Morgen ist schon Donnerstag. Und da denkt man den ganzen Tag: “Na, dem Himmel sei dank, morgen ist endlich Freitag!”. Der Freitag selbst, als der allerleichteste aller Tage, ist dann nur noch bloße Makulatur.

    Am Mittwoch also, da werden die Leute leichtsinnig.

    Rennen, ohne nach links oder rechts zu schauen über die Straße, weil drüben die hübsche Rothaarige winkt und werden fast von der Straßenbahn überrollt, die nur durch eine Notbremsung zum Stehen kommt. Drinnen fallen die Fahrgäste aufeinander. Ein junger Mann und eine nette Dame kommen sich näher. Bald steigen sie gemeinsam aus.

    Alte Leute frieren an der Haltestelle. Sie können es kaum abwarten, bis ihre Bahn einfährt. Darum strecken sie immerfort den Kopf nach vorn und starren in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Irgendwann kommt die Bahn tatsächlich. Und irgendwann müssen sich bis dahin auch die Halswirbel der alten Leute verschoben haben, die ihr Genick spannen. Sie knallen mit dem Kopf gegen die einfahrende Bahn, noch ehe sie ihren Hals wieder eingeränkt und den ungeduldigen Schädel weggezogen haben. Ein Krankenwagen kommt.

    Kleine Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als No-Angels-Veteranen, Tokio-Hotel-Vertraute und seit kurzem auch Lafée-Anhänger. “Alter! Ich bin sogar drei Fans!” Die Freunde nicken anerkennend. Kleine Jungen, die so dick sind, dass man wirklich glauben könnte, sie seien drei in einem.

    Große Jungen outen sich bei der Heimfahrt von der Schule als Vollidioten. Reden, als würde ihnen die Krankenkasse keinen Besuch beim Logopäden finanzieren wollen. Ziehen sich an, als wären sie früher auch drei in einem gewesen. Fassen sich ständig in den Schritt und packen sich beim Aussteigen derart auf die Fresse, dass es wie Breakdance aussieht. Brechen tun sie sich jedoch nur den Oberschenkelhals.

    Komische Leute sitzen auf dem Deppeneinzelplatz direkt an der Tür. Weil es so langweilig ist und das Bier an diesem Morgen schon wieder so gut geschmeckt hat, klimpern sich aufgeregt mit den geleerten Überbleibseln und singen dazu lautstark “Das Mädchen von Seite 1″.

    Mittwochs trifft sich die ganze Faszination der Nachtbusse schon am Nachmittag in der Bahn.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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