The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
-
Was heißt das: Man kann sich leicht über den oft proklamierten Ernst des Lebens lustig machen, aber man findet keine Witze über die offenkundige Egalität desselben.
-
[...] aber die meiste Zeit über hatte es gar nicht daran gelegen, zu empfindlich, sondern weit mehr noch zu unempfindlich gewesen zu sein.
-
Da stehen wir wieder. Da stehen wir wieder, schwenken Kippe und Cabernet, Joint und Jaèn Blanco.
Weil es gemacht werden muss.
Wo früher billiger Schnaps war, ist heute billiger Wein. Wir hängen uns in den Hälsen, hängen mal hier, mal dort, Hauptsache nicht an uns selbst und erzählen davon, wie es ist, ausprobieren zu müssen, seine Grenzen auszuloten und etwas erleben zu wollen.
Weil wir davon Ahnung haben.
Das weiße Rauschen in den Ohren verfliegt nicht länger. Es bleibt. Und avanciert zum Unterton unseres gesamten Alltags. Auf dass es uns ewig daran erinnert, wie es ist, zu suchen vorzugeben und eigentlich gar nichts finden zu wollen.
Weil wir nicht wissen, was das überhaupt sein sollte.
-
Wie mich die Gesellschaft als Punching-Ball missbraucht
Man sollte nicht nachts um 1 Uhr noch auf die Idee kommen, zwei Kannen Kaffee trinken, das wissen Steffen und ich spätestens jetzt ganz genau, da wir nach der Lesung in dem kleinen Backstagekabuff sitzen und gegen die Müdigkeit ankämpfen. Wie wir den Slam am Abend überstehen sollen steht in den Sternen.
«Wollen wir uns noch ein wenig die Messe angucken?», frage ich.
«Ja.», sagt Steffen.
Ohne jede Bewegung bleiben wir sitzen.
-
Warum ich eigentlich ganz normal bin
Steffen und ich stehen im Shuttle-Bus, der uns zum Messegelände bringen soll. Während er sich über die dreisprachige Ansage der Haltestellen amüsiert, habe ich Angst. So müssen sich Tokio-Hotel-Fans fühlen, denke ich: unverstanden, hilflos, eingeklemmt zwischen Teenies und deren Eltern, gefangen in einer fremden Welt.











