The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Warum ich eigentlich ganz normal bin
Steffen und ich stehen im Shuttle-Bus, der uns zum Messegelände bringen soll. Während er sich über die dreisprachige Ansage der Haltestellen amüsiert, habe ich Angst. So müssen sich Tokio-Hotel-Fans fühlen, denke ich: unverstanden, hilflos, eingeklemmt zwischen Teenies und deren Eltern, gefangen in einer fremden Welt.
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„Hallo? — Hallo?!“
„Na endlich!“
„Wie jetzt?“
„Du rufst eine Woche lang an —“
„Eine Woche lang! Das waren doch — höchstens — Sechs Tage! Oder sechseinhalb!“, stammelte ich.
„— wagst aber kein einziges Wort zu sagen, sondern legst schon nach dem ersten Klingeln wieder auf, sodass mich tagtäglich hunderte Anrufe in Abwesenheit erwarten!“
„Aber ich hatte gedacht, die Nummer wäre unterdrückt.“
„Ist sie nicht!“
„Oh.“
„Ja, oh!“
„Du weißt, wer ich bin?“, fragte ich zögernd und wissend, wie idiotisch diese Frage eigentlich war.
„Dazu muss man nach so vielen Versuchen nicht einmal mehr clever sein. Niemand hat meine Nummer, außer so einem Verrückten, den ich bei der Immatrikulationsfeier getroffen habe.“, erklärte sie.
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Zum schätzungsweise hundertsten Mal hatte ich schon auf den kleinen Knopf geklickt, der neue, elektronische Post versprach, aber immer noch keine brachte. Zum schätzungsweise dreihundertsten Mal hatte ich bereits die Tastensperre meines Handys entfernt und mit Argusaugen auf der Anzeige nach einem Briefumschlag gesucht, aber keinen entdecken können. Irgendetwas, das mich davon abhalten würde, mich aus Langeweile zur feierlichen Immatrikulation zu schleppen.
Es half nichts. Niemand schien mich erretten zu wollen.
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“Glück und Ahnungslosigkeit, denkt Schilf, sind Synonyme, liebe Physikerfrau.”
Juli Zeh - SchilfSchon bald, nach der ersten Erhellung, schält sich die Ernüchterung wie eine junge Knospe aus den Starren des Sozialen, zuverlässig und auf ihre Weise anmutig. Wir aber sind gestraft, einander zunehmend uninteressant zu werden, wenn wir es nicht vermögen, uns einige Mysterien zu bewahren.
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Aufzusteigen. Auferstehen.











