The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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„Hallo? — Hallo?!“
„Na endlich!“
„Wie jetzt?“
„Du rufst eine Woche lang an —“
„Eine Woche lang! Das waren doch — höchstens — Sechs Tage! Oder sechseinhalb!“, stammelte ich.
„— wagst aber kein einziges Wort zu sagen, sondern legst schon nach dem ersten Klingeln wieder auf, sodass mich tagtäglich hunderte Anrufe in Abwesenheit erwarten!“
„Aber ich hatte gedacht, die Nummer wäre unterdrückt.“
„Ist sie nicht!“
„Oh.“
„Ja, oh!“
„Du weißt, wer ich bin?“, fragte ich zögernd und wissend, wie idiotisch diese Frage eigentlich war.
„Dazu muss man nach so vielen Versuchen nicht einmal mehr clever sein. Niemand hat meine Nummer, außer so einem Verrückten, den ich bei der Immatrikulationsfeier getroffen habe.“, erklärte sie.
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Zum schätzungsweise hundertsten Mal hatte ich schon auf den kleinen Knopf geklickt, der neue, elektronische Post versprach, aber immer noch keine brachte. Zum schätzungsweise dreihundertsten Mal hatte ich bereits die Tastensperre meines Handys entfernt und mit Argusaugen auf der Anzeige nach einem Briefumschlag gesucht, aber keinen entdecken können. Irgendetwas, das mich davon abhalten würde, mich aus Langeweile zur feierlichen Immatrikulation zu schleppen.
Es half nichts. Niemand schien mich erretten zu wollen.
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Ich erinnere mich noch gut an diesen einen, mein Leben sondergleichen beeinflussenden, mein Bild von bemitleidenswerten Zuständen vollends revidierenden, tiefe Risse im ohnehin kargen Selbstbewusstsein zurück lassenden, tragischen Tag. Jener Tag, an dem mir der beblaumannte Hausmeister mit hämischen Grinsen im tief gefurchten Henkersgesicht die Schlüssel zu meinem Zimmer im Studentenwohnheim überreichte.
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Neulich war es wieder einmal so weit. Wir saßen in einer Kneipe, tranken Bier und als die ersten drei Flascheninhalte bereits fröhlich in unseren Rümpfen randalierten, wurden die Diskussionen auch schon heftiger. Die Mathematiker bestehen auf ihrem q.e.d. und möchten am liebsten jeden Satz unter Zuhilfenahme der Logik untersuchen, für die Philosophen kann es nicht abstrakt und feuchtfröhlich genug sein und ja, wir PoWis werden mit Fragen gelöchert, wie zum Beispiel:
«Sag mal, der Präsident des Sudans, wie hieß der doch gleich?»
«Präsident des Sudans? Woher soll ich das wissen? Heiße ich Brockhaus oder Wikipedia? Bin ich zwischen Buchdeckeln eingeklemmt?»
«Du studierst doch PoWi, das musst du doch wissen!»Stopp. Halt. Ein für allemal. Jetzt. Aufgepasst:
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Vladimir kam aus Moskau und war russischer Austauschstudent. Wie ich studierte er Wirtschaft, nur mit dem Unterschied, dass er es mit der Fächerwahl ernst gemeint zu haben schien. Ein Semester lang sollte er bleiben, währenddessen er ein paar Vorlesungen hören und später durch einige der ansässigen Konzerne tingeln, um ein wenig Praxisluft zu schnuppern.
All das hätte mich gar nicht interessieren müssen, wenn es nicht eines Samstagvormittags an der Tür geklingelt und Vladimir davor gestanden hätte. Anfang April. Im dicken Pelzmantel, eine Flasche Wodka vor meinem Gesicht schwenkend.











