The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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«Alle leben mindestens drei Leben, ein tatsächliches, ein eingebildetes und ein nicht wahrgenommenes.»
(Thomas Bernhard)Es ist eine trügerische Ruhe, nachdem du wieder einmal eine ordentliche Ohrfeige vom Leben in Empfang genommen hast. Es pfeift noch ein wenig im Kopf und die Zähne fühlen sich an, als seien sie lang nicht mehr so fest im Kiefer verankert als zuvor. Als würden sie von Mal zu Mal lockerer werden. Angreifbarer. Alles gerät ein bisschen aus den Fugen, unterlegt mit diesem herzzerreissenden Tinnitus.
Du sitzt, von all den Eskapaden gebeugt, und schaust auf die Scherben, die von den zu Boden gekrachten Gewissheiten noch geblieben sind. Das Einzige, was wirklich da ist. Hast zwei große Chancen vor dir und eine schon fast ergriffen, als die nächste auf dich zu gerauscht kommt und dir ohne jede Rücksicht den Atem nimmt. Dein Hafen, nie ein stabiler gewesen, ist nicht länger ruhig. Gerade hattest du dich entspannt zurückgelehnt, brauchtest nur noch darauf zu warten, dass die Schiffe endlich wieder ablegen, ihre Segel setzen und einem milden Tag entgegen fahren, da bricht wieder einer dieser Stürme über euch herein, die dir schon ein paar Male alles zerfetzt haben.
Nichts zurück gelassen haben. Es ist immer dasselbe und endet nicht. Ein Fakt, der sich gut abheften lässt, nur immer öfter wieder auf dem Programm erscheint, alles zersetzt und nach Entscheidungen schreit. Veränderungen und Aktion. Dann träumst du davon, wie alles von dir abfällt und nichts mehr bleibt, woran er sich noch halten könnte. Obwohl es nur zur Beruhigung ist, kein Ausweg.
All die Metaphern nützen nichts. Die Hure gibt nichts auf schöne Worte und Schmeicheleien. Was am Ende zählt, ist die Kohle. Nichts und absolut nichts Anderes. Das, was da ist. Nichts, was da sein könnte. Zwar mag der Wunsch Vater des Gedankens sein. Aber längst nicht der Tat. Und schon gar nicht der Lösung. Du bist allein.
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Ich nehme ein Buch zur Hand, das ich irgendwann einmal gelesen habe, blättere durch die Seite und hoffe, etwas Interessantes dabei zu finden. Es geht von hinten nach vorn und wieder zurück, mehrere Male. Dann fällt ein kleiner Zettel heraus, der Kassenbon, 14,95 �?�.
Wenn ich Thomas Bernhard lese, dann finde ich in seinen Werken keine Geldsummen, nur einen unbeschriebenen Zettel. Ein Leben, nichts weiter, ohne etwas Erfreuliches, das man von ihm sagen könnte. Vielleicht war es nicht wert, gelebt zu werden, aber was sonst hätte er mit ihm anfangen sollen?











