The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Vielleicht muss man ganz zwangsläufig von vielen irgendwann enttäuscht werden. Vielleicht ist dies ein Fakt, mit dem man sich arrangieren, den man akzeptieren muss. Vielleicht. Und natürlich gibt es Ausnahmen. Ausnahmen, die aber nicht umsonst Ausnahme heißen und eben nicht Regel sind. Darum, dass sie sich abheben von dem ganzen Rest, bei dem es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich feinstes Verletzen zu großer Enttäuschung kulmuliert.

  • Leben als Freizeitpark. Was haben die Fahrgeschäfte genützt, wenn sie einen innerlich nie auf diese Höhe heben konnten, aus denen ihre Wagen in die Tiefe rasen?

  • Leben als Strichliste. Wie schmerzlich wird jemand, der an Punkt angelangt ist , der ausweglos scheint, feststellen müssen, dass Gesehenes wenig Gewicht gegenüber Erfahrenem hat, dass ein Foto sich gut in einem Rahmen macht, aber ohne dazugehörige Erfahrung schlicht bedrucktes Papier ist.

  • Ich habe meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen,
    aus dem fünften Stock, auf dem Asphalt geborsten und
    die berstende Brachialität war der Knaller,
    die gesplitterte Fresse von Aiman Abdallah.

    Weg von Love Shack, weg von Love, Sex, und Love Dreck,
    weg von Big Brother, von Talk Shows: “Bin 14, warum bin ich schwanger?”,
    weg von Gerichtsshows, von Super Nanny: “Was ist bloß mit meinem Kind los?”
    weg von Giga, MTViva, weg von Neun Live Quiz-Titten-Fieber,
    weg von Medical Detectivs, von RTL 2, CSI-Brei
    und ROFL TV, dem 20:15 Uhr-GAU.

    Fehlt nur der Computer, aber gut arbeiten tut er
    ja drum müsste ich vielmehr das Internet töten,
    recht wär’s, super wenn’s die da oben verböten,
    denn es lenkt ab, heißt die Strippe gepackt und
    herausgerissen aus des Steckplatzes Nabel.
    Doch scheiße, Wireless LAN hat keine Kabel.

  • Es war paradox. An einem Punkt, an dem sich alles ändern sollte, schien niemand überhaupt Notiz davon zu nehmen.
    Tarek stand auf der Brüstung des Dachs eines Konsumtempels im Stadtzentrum. Der Wind strich ihm langsam ums Gesicht, pfiff durch den Dreitagebart, dass es ihm fast ein Lächeln abrang und verfing sich in seinen Haaren, aus denen die Strömung große Büschel in die Aufrechte hievte. Es war nicht länger kalt für ihn. Sie hatten sich arrangiert, Tarek und die Kälte.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling und Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute: Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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