The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Meine Eltern haben immer gesagt, ich hätte eine blühende Phantasie und diese von meinem Onkel geerbt, der schon längst tot war. Die ganze Verwandschaft zeigte sich immer amüsiert, wenn ich bei Geburtstagen auf den Servietten kleine Zeichnungen anfertigte und mir Geschichten dazu ausdachte. Manch einer war auch ein bisschen besorgt und freute sich gar nicht so wie die Anderen. I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Bevor ich die Tür ins Schloss fallen ließ, zeigte das Thermometer runde 18 Grad. Es war überhaupt das erste Mal, dass ich durch diese Straßen schlenderte. Für einen kurzen Augenblick durchtränkt von Zeit und Wehmut, beschloss ich dennoch, diese Stadt in meine Gedanken aufzunehmen.

    Am Ende meines Blickes liebkosten sich schon längst die feuerrote Sonne und der Horizont. Es fehlte nur an einer Schaukel, die mich zu ihnen hin gewogen hätte. Ich wollte still an einer Klippe sitzen, einen Cowboyhut schief im Gesicht tragen und bohnenessend meinen Tag passieren lassen. Doch was ich fand, war allenfalls der muffige Geruch der Gülle, der von den angrenzenden Feldern herüber wehte. Lange suchte ich nach den verlassenen Gewächshäusern und abgebrannten Heuwagen, aber dorthin war der Weg zu weit. Am anderen Ende der Gemeinde lag die Landwirtschaft so wunderbar brach, wie es sich für einen beginnenden Herbst gehört.

    I can’t go on. I’ll go on. [weiterlesen ...]

  • Einer sagte, er habe mit der Zeit gelernt zu leben, geübt zu sein. Ich kann nicht benennen, was diese Aussage bestehen lässt, doch nur inkonsequent in Erscheinung treten lässt. Dass es manchmal der eigene Verfall ist, der uns Menschen ist unserem Lebensloch hebt und uns auf spiegelglatten Schienen durch Erfahrungen, Gedanken und an Zielen vorbei schlittern lässt, kann nur tragisch sein, wenn man sich dessen bewusst ist und nicht aufhört nachzufragen.

  • Was für Befördrung hofft ich wohl von dir,
    Der keine Rent als seinen muntern Geist,
    Um sich zu nähren und zu kleiden, hat?
    Weswegen doch dem Armen schmeicheln? Nein,
    Die Honigzunge lecke dumme Pracht,
    Es beuge sich des Knies gelenke Angel,
    Wo Kriecherei Gewinn bringt. Hör mich an: [...]

    Hamlet in William Shakespeares “Hamlet”

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    Dumm sein und Arbeit haben: das ist das Glück.

    Gottfried Benn

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    Es [ist] ein so namenloses Glück, wenn einem die die Welt entzweibricht. O mein Gott, welch ein Gericht ist über mich hereingebrochen. Sagen Sie mir, daß ich die Kraft haben muß noch zu leben und das Wahre zu tun. Sagen Sie mir, daß ich nicht irre bin. Es ist steinernes Dunkel hereingebrochen.

    aus einem Brief Georg Trakls an Ludwig von Ficker

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    Die Gleichung A=A ist Ausdruck der Unerfahrung des Seins und Daseins. Die äquation Nihil = Nihil ist sinnlos und widervernünftig. Nur eine Kleinigkeit ist zu bedenken: Es gibt den Freitod. Gibt ihn, wie zu zeigen veruscht wurde, als Antwort auf den échec, als Widerrede gegen das Leben, das seinen eigenen échec in sich brigt, das seine eigene Verneinung ist, also: Affirmation und Negation zugleich und darum absurd, nicht weniger absurd als der Freitod, der nur deshalb als “zweifach absurd” bezeichnet werden darf, sogar muß, weil der ihn Vollziehende bis zum Ende mit einem Teil seiner Person in die Lebenslogik, die er verneint, da er ja sich selbst schließlich negieren wird, engeschlossen bleibt.

    Jean Améry: “Hand an sich legen”

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    Es ist schade, daß Sie mit hohlen Nüssen um hohle Nüsse spielen.

    Jarno in Goethes “Wilhelm Meisters Lehrjahre”

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    [Den Becher] halten und füllen zugleich -
    Besser, du ließest es sein!
    [Die Klinge] betasten und schärfen zugleich -
    Das dauert nicht lange!
    Voll Erz und Juwelen die Halle -
    Niemand kann sie bewahren.

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    Stolz auf Reichtum und Ehre
    Schafft selber sich Unheil.
    Sein Werk vollbringen
    Und sich zurückziehen:
    Also des Himmels Weg.

    Lao-tse: “Tao Te King”, Kapitel 9

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    Ich kann nur diejenigen lieben, die angesichts ihres Lebens eine gewisse Ohnmacht zeigen.

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    Der Mensch ist zweifelsohne ein außergeöhnliches Phänomen, aber kein Erfolg.

    Émil M. Cioran

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    Frank, du hast immer die falschen Bücher gelesen.

    Karl in Sven Regeners “Herr Lehmann”

  • Wenn Stagnation zur Selbstverständlichkeit und Lethargie Passion wird, dann sprechen manche von geregeltem Leben und gefestigten Verhältnissen.

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Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

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