The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Wenn du den Tag bereits am Morgen
wieder einmal zu Grabe trägst.Wenn du vorm Spiegel stehst und
dich selbst nicht darin erkennst.Du dir dein bestes Versuchsobjekt
bist ach so kläglich zuverlässig.Und du das mit dem „Schlag zu!“
auch völlig und todernst meintest.Du fällst. Entscheidungen. Und.
Fällst. Allzu willentlich.Dich auch nichts davon abhielte.
Gar nichtsIst jede Nacht ein kleiner Tod –
warm und losgelassen.
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Die Flüchtigkeit der Themen. Die Härte der Themen. Die Brachialität derselben.
Dass die meisten ihren Zauber bereits bei der Beschäftigung mit ihnen verlieren, ist zwar ein leicht zu erkennendes Qualitätsmerkmal, aber nichtsdestotrotz weit mehr Splitterbombe, alles zerfetzend und zersetzend, was man sich mühselig bereitgelegt, was drei Blicke in einen Opal bedeuten, sobald man es erst einmal angefasst.
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Dass auf jedes Hoch auch immer ein mindestens genau so langes Tief folgen muss, hätte allen voran ich am Besten wissen müssen. Aber trotzdem sind wir unterwegs, sitzen in der S-Bahn und tingeln dem Abschluss, Abschuss, wie auch immer man es sich vorgenommen hat, entgegen.
Wir kahnen in die Nacht hinaus, um der eigenen, neujährlichen Enge zu entfliehen. Ohne es wahr haben zu wollen, sind wir längst gefangen in jener Regelmäßigkeit, die es früher edel galt zu hassen, sind unterwegs, zu finden, wonach wir suchen und uns darüber klar zu werden, was das wiederum sein mag.
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“Die Frage ‘Weiterleben – aber wie?’ ist darum keine von dieser Epoche uns gestellte. Sie ist die Grundfrage unseren Daseins; und das Orakel ist archetypisches Symbol. Wenn nun freilich das Verlangen nach dem Blick ins dämmrig verhängte Zukunftsland auch nicht spezifische Sache unserer Zeit ist, so kann man doch nicht leugnen, daß es heute sowohl dringlicher sich einstellt als auch legitimer auftritt denn je zuvor.”
Jean Améry - Weiterleben – aber wie?
“Herausforderung der Zukunft”, hieß es, und gleichzeitig “Mehr Freiheit wagen”. Aber manchmal muss man fast zwangsläufig am Schreibtisch innehalten und sich fragen, wie man noch um der Seele Labung willen Geschichten schreiben soll, wenn sich gleichzeitig das Politische mehr und mehr pervertiert, einem die Kehle zuschnürt und sich noch selbst dazu gratuliert.
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“Glück und Ahnungslosigkeit, denkt Schilf, sind Synonyme, liebe Physikerfrau.”
Juli Zeh - SchilfSchon bald, nach der ersten Erhellung, schält sich die Ernüchterung wie eine junge Knospe aus den Starren des Sozialen, zuverlässig und auf ihre Weise anmutig. Wir aber sind gestraft, einander zunehmend uninteressant zu werden, wenn wir es nicht vermögen, uns einige Mysterien zu bewahren.











