The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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da sind sie
den ganzen tag unterwegs und leben und
planen und beben und
wagen und streben und
reden und reden und reden und
sagen nichtsrennen kilometerweit auf dem stepper
obwohl sie nur auf der stelle tretenfotographieren sich vorm eiffelturm
nur dass es nicht ums dagewesen sein geht
sich vielmehr ums dasein drehtwechseln die stimmung nach bedarf
es noch etwas anderem?denken ist so 2008
das mach ich jetzt auchwarum es nicht alles so einfach sein kann
warum es nicht alles so einfach sein kann
warum es nicht alles so einfach sein kann
sondern anstrengend bleiben musszu lächeln und
gleichzeitig
da zu sein
zukünftig
da zu bleibenvergänglich
besonders zu sein
im nachhineinich schenke mir eine portion selbst
mitleidig blicke ich an mir herab
wertendschwer, aber nichtsdestotrotzköpfig lose
von der welt, weit ab und hoch darüber
bleibt es schwer und
schön, den horizont zu sehenverrückte lichter tanzen dort
durch meine trüben augen fortdeine augen
diese tiefen mariannengrabenaugen
in die ich mich zu stürzen liebenicht für den fick
nicht für den kussich will — urknall
gewöhne mir die traurigkeit nicht länger
anwesend sein
das ist sie
es
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Und ja, man muss sich nicht länger daran erinnern, dass es ein gutes Gefühl ist, wenn das Frühere so floskelgleich einmal nicht besser und das noch Kommende so vielversprechend ist.
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Wenn du den Tag bereits am Morgen
wieder einmal zu Grabe trägst.Wenn du vorm Spiegel stehst und
dich selbst nicht darin erkennst.Du dir dein bestes Versuchsobjekt
bist ach so kläglich zuverlässig.Und du das mit dem „Schlag zu!“
auch völlig und todernst meintest.Du fällst. Entscheidungen. Und.
Fällst. Allzu willentlich.Dich auch nichts davon abhielte.
Gar nichtsIst jede Nacht ein kleiner Tod –
warm und losgelassen.
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“Die Frage ‘Weiterleben – aber wie?’ ist darum keine von dieser Epoche uns gestellte. Sie ist die Grundfrage unseren Daseins; und das Orakel ist archetypisches Symbol. Wenn nun freilich das Verlangen nach dem Blick ins dämmrig verhängte Zukunftsland auch nicht spezifische Sache unserer Zeit ist, so kann man doch nicht leugnen, daß es heute sowohl dringlicher sich einstellt als auch legitimer auftritt denn je zuvor.”
Jean Améry - Weiterleben – aber wie?
“Herausforderung der Zukunft”, hieß es, und gleichzeitig “Mehr Freiheit wagen”. Aber manchmal muss man fast zwangsläufig am Schreibtisch innehalten und sich fragen, wie man noch um der Seele Labung willen Geschichten schreiben soll, wenn sich gleichzeitig das Politische mehr und mehr pervertiert, einem die Kehle zuschnürt und sich noch selbst dazu gratuliert.
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Kindskopf! Ausgelassenes Fett. Ist jemand da? Sicher nicht. An der Pforte der eigenen Wahrnehmung auf Einlass zu warten, erfordert ein hohes Maß an Geduld.
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Am Horizont klebt der Morgen wie eine umgestoßene Tasse dampfenden Capuccinos. Braun und milchweiß verhangen schiebt er sich empor, hievt sich gerade noch so hoch, dass es bis in den frühen Nachmittag zu genügend Licht reicht. Dabei ist es so kalt geworden, dass sich nicht einmal mehr die Müdigkeit aus den Gliedern der Leute traut. Kopfüber hängt sie in den Körpern und freut sich, ihren Winterschlag genießen zu dürfen.
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Rauchende Kindsköpfe, auf den Straßen verstreut, rauchend wie verbrauchte Munitionshülsen. 2007 gehörte dem Rockbusiness. Wir ritten durch die Köpfe, holten weit aus und hieben fest zu. Texte wie Bomben, wortene Langstreckenraketen aufs Gemüt, unter Verssalven und Alliterationsartillerie. Wo wir waren, hinterließen wir Spuren. Zinken, wir waren da!
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We’re just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year, running over the same old ground. What have we found? The same old fears, wish you were here.
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Was sagt es denn schon über Realität aus, wenn jeder Schritt falsch, jeder Atemzug gestellt und jedes Bild im Kopf künstlich anmutet? Wahr ist es immer nur so weit, wie du es zulässt, wahr zu sein. Wahr ist längst nicht wahr, nicht wahr? Und nichts wird ein gutes Ende nehmen.











