The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Rollkofferinferno rollt dahin,
    ein Traumland zu zerlegen.
    Davon und hinweg.

    Er flieht,
    wie ich floh,
    nichts wird ein gutes Ende nehmen,
    wenn es ausgeht,
    wie es ausging.

    Wundbrand und
    Starrkrampf -
    Rasierklingenpisse,
    Kopfkrebs,
    Blutersäcke,
    Eiteräpfel.

    Schreibst du einen Text,
    der dich selbst verletzt,
    so stirbt mit jedem Wort,
    einer seiner Leser.

  • Wir sind jung. Und halten es aus, jung zu sein. Wie lang halten wir es aus? Wie lang, bis es sich auf Arme, Beine, Rumpf und schließlich Kopf niederschlägt? Es läuft bereits wie durch ein Sieb. Immer schneller werdend. Wir schaufeln eifrig nach, um das Versiegen zu vergessen.

    Mit einem Knall einschlagen. Brennend da sein. Explodieren und verschwinden.

  • Aufhören, sich zu entschuldigen. Weit mehr Schuss durch die Stille sein. Einschneidend. Sein und Erlebnis. Mit jedem Meter vorwärts leichter gleiten. Nur eine Frage der Zeit. Irgendwann. Ziele erreichen. Beständig und nicht gehetzt.

    #

    Auf dem Fahrrad ist die Welt so unwirklich. Oder gerade doch wirklich. Wenn man von der eigenen Irrationalität ab könnte, die zwischen Augen und Hirn brennende Barrikaden errichtet hat. Flammend wissenschaftstheoretische Fahnen schwingt.

    #

    Kleine Jungen, als Atomreaktoren verkleidet. Mit Flaggen auf den Köpfen. Der Weg zurück. Geschichte ist heute. Beschießen sich mit Interkontinentalraketen. Peacekeeper. Motherfucker.

    #

    Wie weit man abtreibt von alledem, was wirklich heißt, spielt gar keine große Rolle, so lang man immer wieder zurück findet, auf den vorgezeichneten Pfad. Den alle gehen. Der Eine ein bisschen dort hinüber, die Andere gar nicht. Aber ebenengleich.
    Wenn man nicht wieder zurückfindet, oder es einen immer wieder hinwegreißt. Weit, weit hinaus. Ohne Licht und Schatten, nur weg. Wo nichts ist und niemand vorher war.
    Wirklich, dann weiß man wirklich, wie unwirklich dieses wirklich in Wirklichkeit ist.

  • “Nur Kaputte!”, sagten sie und man selbst sagte sich: “Ja, genau das ist es. Das wird es sein müssen. Denn mehr ist nicht da.” Guten-Abend-Sagen um halb fünf Uhr morgens. Sich wundern über das erwiderte Guten-Morgen.

    #

    Ganz heimlich gesteht man sich die Transformation zu, wobei man sie gleichzeitig noch zu ignorieren versucht, nicht glauben will, längst auch schon ein Kaputter zu sein, der mit Farben bekleckert und zerfahrenen Haaren noch kurz vor Ladenschluss die letzten Einkäufe erledigen will. Der Versuch, Altes und Neues in Einklang zu bringen, endet wie ein Frontalaufprall mit diesem schönen Schockzustand. Weit ab.

    #

    Mit einer Hand am Abzug des Lebens bleibt es anstrengend - jetzt rüberziehen! Und nur die erste Zigarette am Morgen, in der Kälte eines dunkel verhangenen Tages, wäscht in bauchigen Böhen all die Schleier von den Augen. Aufs Fensterbrett gelehnt verfällt das Jahr, die Furchen werden tiefer.

    #

    Indoor-Kinderspielplätze mit 2 Euro Eintritt. Kaputte Kinder hangeln sich an Indoor-Stahlstangen über Indoor-Plastiksand. Verschluckbare Kleinteile, wohin man schaut. Kaputte Eltern lesen Super Illu nebenan auf Indoor-Plastkholzimitatbänken. Ökonomisch potentes Nicht-Weinen. Aber überall latentes Trauern.

1 2 3 4 5 ... 12

WILLKOMMEN!

Neunzehnhundert, hier schreibt André Herrmann, Student, Schreiberling, Mitglied der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Teil des Team Totale Zerstörung, aufgrund manischer Veranlagung die meiste Zeit unaufhörlich Geschichten aus seinem noch jungen, aber bereits recht erfolgreich absurden Leben. Tagesmotto für heute:
Aufstehen, losgehen, was machen!

Geschichten, Philosophisches, Politisches und Absurdes.

Überall / Auftritte

letztens / neuste Einträge

damals / vor Jahren

begehrt / beliebteste Einträge

Ausgrabung / zufällige Einträge

Kondolenz / letzte Kommentare