The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Wie mich die Gesellschaft als Punching-Ball missbraucht
Man sollte nicht nachts um 1 Uhr noch auf die Idee kommen, zwei Kannen Kaffee trinken, das wissen Steffen und ich spätestens jetzt ganz genau, da wir nach der Lesung in dem kleinen Backstagekabuff sitzen und gegen die Müdigkeit ankämpfen. Wie wir den Slam am Abend überstehen sollen steht in den Sternen.
«Wollen wir uns noch ein wenig die Messe angucken?», frage ich.
«Ja.», sagt Steffen.
Ohne jede Bewegung bleiben wir sitzen.
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Warum ich eigentlich ganz normal bin
Steffen und ich stehen im Shuttle-Bus, der uns zum Messegelände bringen soll. Während er sich über die dreisprachige Ansage der Haltestellen amüsiert, habe ich Angst. So müssen sich Tokio-Hotel-Fans fühlen, denke ich: unverstanden, hilflos, eingeklemmt zwischen Teenies und deren Eltern, gefangen in einer fremden Welt.
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“Die Frage ‘Weiterleben – aber wie?’ ist darum keine von dieser Epoche uns gestellte. Sie ist die Grundfrage unseren Daseins; und das Orakel ist archetypisches Symbol. Wenn nun freilich das Verlangen nach dem Blick ins dämmrig verhängte Zukunftsland auch nicht spezifische Sache unserer Zeit ist, so kann man doch nicht leugnen, daß es heute sowohl dringlicher sich einstellt als auch legitimer auftritt denn je zuvor.”
Jean Améry - Weiterleben – aber wie?
“Herausforderung der Zukunft”, hieß es, und gleichzeitig “Mehr Freiheit wagen”. Aber manchmal muss man fast zwangsläufig am Schreibtisch innehalten und sich fragen, wie man noch um der Seele Labung willen Geschichten schreiben soll, wenn sich gleichzeitig das Politische mehr und mehr pervertiert, einem die Kehle zuschnürt und sich noch selbst dazu gratuliert.
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1. Etwas zum Nachdenken: Schäuble geht gar nicht.
2. Da wir keine YouTube-Player einbinden wollen: Marc-Uwe Kling - Wer hat uns verraten?
3. Danke für das ad-absurdum-Führen der Legislative. Ich zähle von nun an nur noch auf die Judikative.
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In einer neuen Wut, die Welt allein mit Hilfe ihres Charmes zu bekehren, lässt Angela Merkel mit dem Rest ihrer CDU-Gang einen Werbespot gegen Rechtsradikalismus und den internationalen Terror produzieren. Er zeigt, wie sich glatzköpfige Mitarbeiter wieder Haare wachsen lassen, tanzen und böse Islamisten sich ihrer Bärte entledigen und öffentlich zugeben, zum Christentum konvertieren zu wollen. Die passende Musik dazu liefert Xavier Naidoo mit seinem neuen Hit Ich war ein Hasser. So hatte es ja schon zur Fussball-WM fast funktioniert, warum nicht auch in der Politik?!











