The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Man sagt, dass man eine warme, geruhsame Nacht über seine Sorgen gießen soll, um die Schlieren der Hin- und Hergerissenheit abzuwaschen und am nächsten Morgen ein klareres Bild vor Augen zu haben.
Man sagt, das sei das ganze Geheimnis. Das ganze Rezept. Wie Hausmannskost. Einfach, aber gut.Isso – Ich schrei sonst, sagen sie.
Aber niemand erklärt einem, was zu tun ist, wenn die Schwierigkeit wie ein getreuer Freund die Nacht auf der Bettkante verbracht hat. Wenn sie einem den Kopf gestreichelt und dabei gelächelt hat. Nicht verschwunden ist. Ausgeharrt hat wie am Sterbebett eines Verwandten. Den Morgen herbei gefleht hat. Wenn die neblige Nacht ihr Versprechen gehalten und den Tag hat trübe werden lassen. Wenn sich die Sonne eingesperrt hinter den grauen Wolken findet. Wenn alles nur noch dunkel ist. Ist oder einfach geblieben ist. Wenn man sich fragen muss, ob dieser dicke Schleier nicht einfach dazugehört. Oder er so alt ist, dass beides gänzlich schon miteinander verwachsen ist.
Denn es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man sich der Welt näher fühlt, wenn man, wie sie, in hellen Scherben durch die Straßen schlürft. Immer und immer wieder. Es ändert sich nichts, wenn einem der Gram nachhängt wie der eigene Schatten.
Es geht von selbst. Schmerzhaft. Aber zuverlässig.
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There is just one night every night, you have the right to decide about your own biography. Lie to the people, tell them what you want them to believe and disappear as an unknown stranger just before daybreak.
B. H. (, der Großartige)
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Es war paradox. An einem Punkt, an dem sich alles ändern sollte, schien niemand überhaupt Notiz davon zu nehmen.
Tarek stand auf der Brüstung des Dachs eines Konsumtempels im Stadtzentrum. Der Wind strich ihm langsam ums Gesicht, pfiff durch den Dreitagebart, dass es ihm fast ein Lächeln abrang und verfing sich in seinen Haaren, aus denen die Strömung große Büschel in die Aufrechte hievte. Es war nicht länger kalt für ihn. Sie hatten sich arrangiert, Tarek und die Kälte.
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“Die Frage ‘Weiterleben – aber wie?’ ist darum keine von dieser Epoche uns gestellte. Sie ist die Grundfrage unseren Daseins; und das Orakel ist archetypisches Symbol. Wenn nun freilich das Verlangen nach dem Blick ins dämmrig verhängte Zukunftsland auch nicht spezifische Sache unserer Zeit ist, so kann man doch nicht leugnen, daß es heute sowohl dringlicher sich einstellt als auch legitimer auftritt denn je zuvor.”
Jean Améry - Weiterleben – aber wie?
“Herausforderung der Zukunft”, hieß es, und gleichzeitig “Mehr Freiheit wagen”. Aber manchmal muss man fast zwangsläufig am Schreibtisch innehalten und sich fragen, wie man noch um der Seele Labung willen Geschichten schreiben soll, wenn sich gleichzeitig das Politische mehr und mehr pervertiert, einem die Kehle zuschnürt und sich noch selbst dazu gratuliert.
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Er hat es geschafft.











