The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Neulich war es wieder einmal so weit. Wir saßen in einer Kneipe, tranken Bier und als die ersten drei Flascheninhalte bereits fröhlich in unseren Rümpfen randalierten, wurden die Diskussionen auch schon heftiger. Die Mathematiker bestehen auf ihrem q.e.d. und möchten am liebsten jeden Satz unter Zuhilfenahme der Logik untersuchen, für die Philosophen kann es nicht abstrakt und feuchtfröhlich genug sein und ja, wir PoWis werden mit Fragen gelöchert, wie zum Beispiel:
«Sag mal, der Präsident des Sudans, wie hieß der doch gleich?»
«Präsident des Sudans? Woher soll ich das wissen? Heiße ich Brockhaus oder Wikipedia? Bin ich zwischen Buchdeckeln eingeklemmt?»
«Du studierst doch PoWi, das musst du doch wissen!»Stopp. Halt. Ein für allemal. Jetzt. Aufgepasst:
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Fabo, der sein Leben lang von Problem zu Problem stolpert, tut nach einem Streit mit seiner Freundin genau das, was sie ihm vorschlägt und springt aus dem Fenster seiner Wohnung. Er fällt, landet hart auf dem Auto der hübschen Tami und somit zugleich in seiner Erlösung. Denn als sich beide ineinander verlieben, scheint Fabos kaputtes Dasein endlich seine gesuchte Ordnung zu finden. Er schmiedet Pläne, will endlich alles richtig machen und die Kurve in ein gediegeneres Leben kriegen.
In einer Nacht, da sich die beiden, deren Glück nicht größer sein könnte, in einem Steinbruch verloben, passiert dann das denkbar Schlimmste. Tami stürzt einen Abhang hinab und wird schwer verletzt. Nach einiger Zeit im Koma, erholt und aller Wunden entledigt, erwacht sie schließlich wieder. Nur hat sie alle Erinnungen der letzten 15 Jahre vollständig verloren und kann mit ihren früheren Freunden überhaupt nichts mehr anfangen.
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Momente, dahinzugehen, wie das Abendrot. Godspeed You! Black Emperor. Das Reißen der Geigen an der Seelenruhe, die ohnehin schon seit jeher nur ein allzu dünner und fest gespannter Faden ist. Alles, was dieses Rasen beschreibt, das unendliche Treiben, sich davonzustehlen und nur das Beste zurückzulassen, währenddessen man vollkommen einfriert.
Getrieben vom Schlagzeug, den immerfort vibrierenden Snare drums, so wie es eben auch immer weitergehen wird. Mit der perfekten Vorahnung und der marternden Gewissheit ob des Vergangenen, den immer gleichen Weg zu gehen. Ihn vielleicht nur nicht allein zu beschreiten und dem Ganzen so etwas Licht abringen zu können.
Wie der Schrecken Einzug ins Gesicht seiner Freundin hielt, als er ihr heimlich steckte, des Öfteren beim Autofahren vom Verlangen gepackt zu werden.
„Und jetzt die Kurve einfach mal nicht nehmen!“
All die kleinen Schatten. Längst überkommen. Wie alle lachten.Mit durchgedrücktem Rückrat den Abend bestreiten wie eine Vogelscheuche, aufrecht und doch längst schon wieder gebeugt. Wenn der Tag mit einer Sekunde zu Ende ist. Ein Schuss durch die Nacht und um die Welt zu sein, von allen erhöhrt. Bis sich die Füße wohlig wärmen und alles eine neue Färbung erhält. Mit einem Mal vermisst man sie alle. Du bist wieder da.
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Dass die Tage kürzer werden und der Himmel immer dunkler, ist wahrscheinlich meine Schuld. Ich habe mich explodieren lassen, mit der Wucht des Knalls die Erde in bisschen auf ihrer Umlaufbahn entlang schlittern lassen und mit dem Rauch Herbst gemacht. Die fallenden Blätter stammen vom Kohlenmonooxid in der Luft.
Zuerst hatte ich überlegt, einmal Wetterfrosch zu werden, diesen Plan aber bald wieder verworfen bei der Aussicht, mein Leben in einem Einweckglas aus Omas Zeiten zu verbringen. Da strebte ich eine Karriere in der ARD an. Als Kachelmann. Nur war der Posten schon vergeben. Da fragt man sich, was Neil Armstrong getan hätte, wenn die NASA schon einen Neil gehabt hätte.
Wahrscheinlich hätte er es drauf ankommen lassen. Wäre alleine zum Mond geflogen. Auf eigene Faust. Und genau deshalb habe ich auch das Wetter gemacht. Mit einer komischen Einlage als Krähn, oder wie dieses Tier heißt, Gockel oder Hahn, zuerst die Nachbarschaft kurz vor dem Zubettgehen wieder aufgeweckt, gezündet und es Herbst werden lassen.
Dann kam die Polizei. Doch die grün-braun gekleideten Leute, von denen die besser Bezahlten mittlerweile in hübscher Hardlinermontur umherpilgern, wollten nichts von meiner Karrieremisere wissen. Ich entschuldigte mich sogar beim Staatsanwalt. Der aber sagte, dass sei schon immer so. Mit dem Herbst. Genau wie mit dem Kachelmann. Der sei ja auch schon immer da.
Da könne ich auch nichts dran ändern. Abgekatertes Wetterspiel. Trotzdem habe ich schließlich die Nacht auf dem Revier verbringen dürfen, um die letzten Brandungen der Aussicht einer Zukunft in barer Verzweiflung zumindest in hard gelineter Gesellschaft überstehen zu können.
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Ständig informiert zu bleiben über das Tagesgeschehen, die neuen Toten, den stetigen Abbau und Verfall, sowie die kollabierte Ideenwelt vieler Herrschender, ist der neue, besonders bittere Masochismus dieser Epoche. Der Übergang von der Antike zum Mittelalter muss das Ansteigen der Zahl Wahnsinniger geradezu erzwungen haben.
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Diese Politik sucht nicht länger nach Lösungen. Werbepolitik. Was zählt, ist blinder Aktionismus.











