The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Jene Tage, in denen man nichts fühlt, sind auch nicht zum Arbeiten geeignet. über der Stadt hängt eine dicke Glocke aus Wärme, alles blockend, was in sie hinein und aus ihr heraus will. Viele wissen diese Agonie zu genießen, andere verfluchen sie, da sie das tägliche Unglück als Basis ihres Treibens brauchen.
Das Einzige, worin wir nie versagen werden, ist unsere Lächerlichkeit, die wir mit unserer Besessenheit auf Leben und das, was wir Erfolg nennen, jedes Jahr nur steigern. Erfolg, das wäre, all dies zu vergessen.
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Wenn ich wieder einmal in Tolstois Der Tod des Iwan Illjitsch lese, dann kommt mir seine Beichte nicht aus dem Sinn und jede Zeile liegt in ihrem Schatten. Wenn Lewin über dem “So ist es.” Nikolais brütet, dann ist dies des Autors Beichte in einem Satz. Nur vermutet er an falscher Stelle ein Geheimnis, denn höchstens ist das, was hinter den drei Worten verborgen liegt, die Erkenntnis Tolstois selbst. Vierzig Jahre Verblendung und dann nichts. Dass hinter dem Tod keine verborgenen Wahrheiten liegen, darauf kam Lewin nicht mehr.
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Die Jahre hatten dem alten Herren, hier auf der Wellblechverkleidung der Dachkante stehend, graue Strähnen in das vormals dichte, schwarze Haar gezeichnet und das kindliche Gesicht zu einem ernsten und vorallem verbitterten Greisenangesicht werden lassen. Der Wind sprang jung durch die seine Finger, huschte an seinen Hosenbeinen entlang und spielte mit dem Gedanken, dem Alten einen Stoss zu versetzen. Doch aus einer Verlegenheit heraus ließ es bleiben und wirbelte ihm stattdessen brausend in den Rachen und in die Lungen hinein. Er atmete schwer, mit jedem Zug hatte er das Gefühl, gleich müsse es nicht mehr gehen und er würde ersticken. Seine Kehle war zugeschnürt und nur ein mikroskopisch kleiner Spalt brachte frische Luft in sein Inneres.
“Ach” sagte er leise vor sich hin, “ich denke, es ist Zeit…” Da brach die violette, rote und graue Wolkendecke auf und ein Bündel hellen Lichts traf sein Gesicht. Doch die Wärme beruhigte ihn nicht, sondern machte die Luft schwül und immer stickiger. Aus einem Schlupfloch zwischen den dicken Wattekissen bahnte sich ein kleines Geschöpf seinen Weg auf ihn zu. Es trug eine weisse Toga, die ihm Sonnenlicht gelblich schimmert, mit goldenen Rändern und einer Stickerei, die nicht zu entziffern war, auf der Brust. Es schwebte langsam in die Richtung des Mannes, man sah, dass seine Fußspitzen ausgestrckt dem Boden entgegen zeigten und die Arme leblos an der Seite hingen. Im Näherkommen erkannte er einen kleinen Jungen, sich selbst mit gerade einmal fünf Jahren, der sich jetzt in der Schwebe locker zurück legte, als wenn er sich in an den Partikeln in der Luft anlehnen könnte.
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Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf,
Ich möchte bittre Tränen weinen,
Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf
Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen,
Der selbst die Ahnung jeder Lust
Mit eigensinnigem Krittel mindert,
Die Schöpfung meiner regen Brust
Mit tausend Lebensfratzen hindert.Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil
Wobei doch die Nacht Erholung bringen sollte, hieve ich mich in die Aufrechte und versuche zu realisieren, was mir bevor steht, was zu leugnen ist, was nicht. Doch unterbricht ein Stechen dieses alltägliche Ordnen, das sich halbminütig widerkehrend durch meine Brust hangelt. Es zieht umher, geistert mir durch jedes Körperfell, stößt manchmal an bei Herz, Rippenfell und schließlich Lunge, bis es irgendwann irgendwo dazwischen hängen bleibt und trotzig seine Glieder in mich austreckt. Wie lokalisiert man einen Schmerz? Man beginnt ihn zu fokussieren und erreicht genau das Gegenteil. In mir ist es kalt und öde, nur eine Stelle ist noch nicht von einer Eiswüste durchzogen. An ihr flackert in leichtem orange die kleine Flamme, die im Kampf mit der Kälte das Stechen und Brennen erzwingt.
Heil dir, Schlaflosigkeit! murmele ich mit einem Seitenblick auf den grauen Schleier vor meinen Augen, der am Bettrand hockt und die dünnen Beinchen gelassen durch die Luft schaukeln lässt. Kein bisschen betroffen sieht sie aus, als sie, die dunklen Locken gepflegt und ordentlich auf einander geschichtet, mir kühl und trocken in die Augen sieht. Jeder Tag beginnt erschöpfter als der letzte, bis das Schleier zu dichter Farbe wird und alles blockt, was vor mir liegt. Da geht alles ohne Zutun, nur wiegt alles schwerer noch als sonst. Das Blei auf den Augenlidern zieht stärker dem Erdboden entgegen, jeder Schritt und jeder Zug der Arme braucht mehr Kraft, die kleinen Kerben, die der Zahn der Zeit in meine Knochen genagt hat, werden endlich spürbar. Das Licht ist falsch und grell, es bricht kein Strahl sich mehr in den Pupillen, wenn alles im Dunst der Eintönigkeit verschwimmt.
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Eine Gruppe von 12 heranwachsenden Jugendlichen, beinahe noch Kinder von 14 Jahren, die sich selbstbewusst Die Räuberbande nennt, hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Heimatstadt, das bayrische Würzburg, anzuzünden und anschließend nach Amerika zu fliehen, um dort die Abenteuer zu bestehen, in welchen sie während ihrer Karl-May-Lektüre schwelgen.
Alles beginnt an einem abendlichen Sonntag nahe den Brückenheiligen und alles geht seinen gewohnten, chaotischen Gang. Zwischen gestohlenen Fischen, der Fortschritt der Technik in Form einer beleuchteten Kirchturmuhr, passiert rein gar nichts, das irgendwie bemerkenswert wäre.
Mitten in dem täglichen Einerlei der Würzburger fristen die Räuber ihr Dasein. Allesamt sind kleine Lehrlinge in allen nur möglichen Betrieben. Sie haben sich nach Schillers Vorbild benannt, sprechen sich jedoch untereinander mit Namen von Figuren aus besagten Westernromanen an.











