The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Hier bin ich maßlos,
hier darf ich’s sein!Durch Stroboskopdschungel,
Schweiß, Nebel, Lichtklüngel,
wildwachsend Stimmgestrüpp
und Bass.
Bass Bass Bass Bass Bass.
und Bass.Wer braucht schon Schlaf?
Wer braucht schon Schlaf?
Wer braucht schon Schlaf?Durch Stroboskopdschungel
treib mich,
mich davon.Nebel schwanger schweißgebadet
Licht zerfetzt kalt tot
Stimmen längst verstummt,
aber Bass.
Bass Bass Bass Bass Bass.
und Bass.Komm und sei mit mir heut nacht
verloren –zu zweit
in der Straßenbahn
ein bisschen heilsame Einsamkeit tanken.
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Ich habe meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen,
aus dem fünften Stock, auf dem Asphalt geborsten und
die berstende Brachialität war der Knaller,
die gesplitterte Fresse von Aiman Abdallah.Weg von Love Shack, weg von Love, Sex, und Love Dreck,
weg von Big Brother, von Talk Shows: “Bin 14, warum bin ich schwanger?”,
weg von Gerichtsshows, von Super Nanny: “Was ist bloß mit meinem Kind los?”
weg von Giga, MTViva, weg von Neun Live Quiz-Titten-Fieber,
weg von Medical Detectivs, von RTL 2, CSI-Brei
und ROFL TV, dem 20:15 Uhr-GAU.Fehlt nur der Computer, aber gut arbeiten tut er
ja drum müsste ich vielmehr das Internet töten,
recht wär’s, super wenn’s die da oben verböten,
denn es lenkt ab, heißt die Strippe gepackt und
herausgerissen aus des Steckplatzes Nabel.
Doch scheiße, Wireless LAN hat keine Kabel.
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Wenn du den Tag bereits am Morgen
wieder einmal zu Grabe trägst.Wenn du vorm Spiegel stehst und
dich selbst nicht darin erkennst.Du dir dein bestes Versuchsobjekt
bist ach so kläglich zuverlässig.Und du das mit dem „Schlag zu!“
auch völlig und todernst meintest.Du fällst. Entscheidungen. Und.
Fällst. Allzu willentlich.Dich auch nichts davon abhielte.
Gar nichtsIst jede Nacht ein kleiner Tod –
warm und losgelassen.
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«Ein Stuhl hat immer vier Beine! Mit dreien ist es ein Hocker.»
«Und mit zwei Beinen?»
«Keine Ahnung… Ein Unstuhl?»
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When I’m at the pearly gates
This’ll be on my videotape
Radiohead - VideotapeMorgens liefern sich nur noch die völlig Zerschossenen kleinere Geplänkel mit ihren Beck’s-Flaschen, während sie es längst aufgegeben haben, nicht ausgenüchtert zu versuchen, nach Hause zu gelangen. Vor den Eingängen des Hauptbahnhfs postieren sich erste Polizeistaffeln. Gepanzerte Frauen und Männer, die noch schnell ein Brötchen beim Bäcker ordern, bevor es losgeht. Hier und dort Anweisungen, wo der Knüppel besonders weh tut.
Wir sind weit weg. Dort am Ufer. Und den Wiesen. Doch, natürlich! Man kann sich Radiohead fühlen.
Ein junger Kerl galoppiert geradezu grazil durch den Gang, als das es schon fast heldenhaft wirkt, wie er sich zu dieser fortgeschrittenen Stunde überhaupt noch unter Kontrolle zu haben scheint. Aber weit gefehlt. Je näher er mir kommt, desto mehr erkenne ich das Elend. Ach herrjeh. Einer der schlimmen Sorte auch noch. Und man kommt nicht umhin, sich schlecht zu fühlen, bei seinem Anblick. Irgendwann steht er schließlich vor mir. Mit einem Wäschekorb voller Bibeln in der Hand. Voll auf Christus! Scheiße, denk ich. Dass es mit der Jugend heute doch derart bergab geht. Wir hatten doch früher auch Probleme… Aber wären wir je so weit gegangen? Damals hatten wir sie noch auf die herkömmliche Weise zu vertreiben gesucht. Mit Alkohol und anderen Drogen. Aber das reicht denen heute ja nicht mehr… Stattdessen ziehen sich einen Psalm nach dem anderen rein, bilden Bibelkreise, beten alsbald schon in der Öffentlichkeit und zerren immerfort Unbeteiligte hinab in den Sumpf der Sucht nach Sühnung.
Nein, wir kommen nicht zurück. Macht doch, was ihr wollt. Wir bleiben einfach weiter Radiohead.











