The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Ich kann mir nicht erklären, wie es das Thema wieder in die Medien schaffte, jedenfalls ist es wieder einmal wenigstens halbaktuell. Die Rede ist von den Gebühren, die bald für ein Studium an den Hochschulen einiger Bundesländer Deutschlands erhoben werden. Einig darüber kann man sich sein, wie man eben will, aber ob die Redakteure von Spiegel Online auch von den Beiträgen ihrer Kollegen wissen ist fraglich. Andererseits besteht die Frage, ob man die beiden Artikel zu den Themen gebührenbelastetes Studium in den USA und ein geplant belastetes in Deutschland direkt aufeinander beziehen kann. Spielen wir also einmal beide Möglichkeiten, das Ja und Nein, durch.
Freileich erreichen die gedachten Gebühren von bis zu 500 Euro je Semester noch lang nicht das Niveau der billigsten Universitäten in den USA, aber anscheinend geht es den deutschen Studenten, zu denen ich mich nicht mehr zählen darf, auch mehr ums Prinzip und den Erhalt einer Tradition:“Seit vielen Jahren haben deutsche Universitäten Dichter und Denker hervorgebracht, die wenig bis gar nichts an Studiengebühren zahlen mussten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute ist der Staat pleite, die überfüllten Hochschulen leben am Rande des Existenzminimums.”
heisst es bei Spiegel Online. Dies allerdings wirft zwei große Fragen auf. Erstens, löst eine Gebühr uns von den ehemalig hervorgebrachten Dichtern und Denkern? Kommen diese ab jetzt aus Firmen, in denen sie als Azubis tagtäglich acht Stunden lang arbeiten, oder entgleiten sie uns endgültig? Zweitens, bringt uns eine Gebühr denn mehr Dichter und Denker, oder macht sie die, die es sich leisten können, noch besser? Kann eine Gebühr wirklich etwas ändern, außer die Fülle in den universitären Taschen? Genau zu dem Thema scheint Spiegel Online einen Artikel nachgesetzt zu haben.
DJ, der ach so sympathische, braungebrannte Vorzeigefreizeitarbeitsstudent, hat anscheinend noch nicht mit der Dummheit zu tun, denn er ist ja erst im ersten Semester. Wo ist hier der Zusammenhang? Fördert die Kapitalisierung der Bildung in Amerika zwar den Wettbewerb um Prestige, aber nicht gleichzeitig um das Bildungsangebot? Natürlich, wer etwas auf sich hält und dessen Konto mit Belastungen in sechsstelliger Höhe klar kommt, der entscheidet sich sowieso für eine Eliteuniversität. Aber warum, wenn doch die Gebühr alle Probleme löst? Wohin führt das in Deutschland? Kommen demnächst Vertreter in die Abschlussklassen der Gymnasien, um Werbung für ihre Universität zu machen? Der Schritt über die Merchandiseartikel ist jedenfalls getan, und es gefällt.
Viele Geldquellen in Amerika, so heißt der Absatz im Artikel, dessen überschrift vollkommen falsch gewählt zu sein scheint. Der Fakt, dass mit Stipendien nur so um sich geworfen wird, sagt doch noch nichts darüber aus, ob es nun vertretbar ist, was dort geschieht, oder nicht. Aber darum geht es so oder so niemandem mehr. Ein Problem ist aber indirekt vollkommen richtig angerissen worden, zwar meine ich nicht, dass in Deutschland zu wenig Stipendien vergeben werden, sondern dass sie wohl teilweise falsch verteilt werden, und genau in diesem Punkt ist dieser Absatz an Aussagekraft dann doch nicht anzuweifeln:
“In den USA hingegen gibt es unzählige Möglichkeiten, an Stipendien zu kommen. Dort wird nicht nur der hochbegabte Schulabgänger gefördert. Auch mit besonderen künstlerischen oder sportlichen Fähigkeiten kann man sich für ein Stipendium bewerben.”
Bei uns bekommt ein Studium, eine Arbeits-, oder sonstige Stelle, wer etwas auf einem Wisch Papier vorzuzeigen hat. Die Geschichte von X, der sein Stipendium schon nach der Nennung seiner Erfolge bei Jugend forscht in der Tasche hatte und damit die aus dem Rennen schickte, die einfach nur den beschwerlichen Weg einer Hochbegabung gegangen sind, mag vielleicht bekannt sein, aber sie spielt auch nur eine ungeordnete Rolle. Das Problem an sich aber ist ein maßgebliches, denn ein Fetzen Papier impliziert keineswegs irgendeine Fähigkeit, höchstens eine anerkannte Leistung. Was man nicht braucht, um irgendwas machen zu können, ist ersteres, aber letzteres benötigt man umso mehr. Wie schon in SWR2 Wissen - “Das Drama der kleinen Genies” gesagt wurde, ist es aber oftmals nicht der, der mit seinen Leistungen glänzend durch das Leben geht, der eine solche Hilfeleistung nötig hat. Aber ich schweife ab.
Wenn also ein gebührenbehaftetes Studium à la USA keine Qualität garantiert, allenfalls eine Studierendenzahl dezimiert, was allerdings auch nicht zwangsläufig geschieht, denn die studierwilligen Armen sind schon jetzt ein gefundenes Fresse für Kreditinstitute, was will man dann um alles in der Welt erreichen? Man will sich von den Schulden befreien, gut, aber warum wird dieses Argument immer erst nach der “offensichtlichen Qualitätsverbesserung” angeführt und weshalb werden dann noch die USA in einem Atemzug genannt?
Ist es nicht traurig, welchen Weg wir gehen, wahrscheinlich auch gehen müssen? Entweder endet das Studium in klassischer Zwiegespaltenheit, sodass nur noch die studieren, die es sich leisten können - dann driften wir in genau das ab, was wir verhindern wollten -, oder es ändert sich überhaupt nichts, außer, dass man sich selbst zum noch weiter zum Kapital reduziert. Dann hat der Mensch im Staat und heiligen Universitätsbetrieb wohl keinen Wert mehr, außer den, der auf seinem Konto in Form von Banknoten liegt.
Nein, ich kenne die Lösung auch nicht, aber noch eines, das mir immer mehr bewusst wird. Vor einiger Zeit kam es in Mode, seine Kinder nicht mehr in Realschulen zu schicken, selbst wenn es ganz offensichtlich besser für sie gewesen wäre, sondern beinahe jedes Kind in ein Gymnasium zu stecken. Ein kleiner Teil, der wirklich schlechteste, schafft es dort auch nicht, aber das Gros, das es zwar immer noch nicht schafft, aber sich noch mehr schlecht als recht durchrettet, oder an der Klippe kurz vorm Absturz steht, wird bis zum “Klassenziel” mitgeschliffen und schließlich dann auch irgendwie durchs Abitur gebracht. Die Selbstverständlichkeit gegenüber dem Abitur ist erschreckend, keine Frage, ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Realschule zu besuchen, aber um Himmels Willen, es sind eben nicht alle gleich, was man nur nicht von Geld, Status oder sonstigem Quatsch abhängig machen sollte. Eine geistige Voraussetzung und die Bereitschaft, es durchzustehen muss herrschen, damit sie im Einklang mit einer Förderungsorientiertheit auch Früchte tragen kann. All das haben wir nicht mehr so gegeben.
Die gleiche Schose vollzieht sich momentan wohl auch beim Studium. Sie ist noch lang nicht so ausgeprägt wie beim Abitur, aber die Tendenz geht deutlich in die Richtung, in der man ohne Studium überhaupt nichts mehr zu sagen hat. Dabei zweifelt natürlich keiner an der Qualität eines Universitätsabschlusses, denn, wie gesagt, bei uns zählen Papiere, und der, der besonders laut raschelt, wird auch die meisten Zuhörer finden.












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