The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Deine Welt scheint kleiner geworden zu sein. Die Gänge sind enger, die Türrahmen hängen niedriger, sodass ich mir fast den Kopf stoße und dein ganzes Werk ist irgendwie unbedeutend geworden. Als du die Tür öffnetest und in dem karrierten Morgenrock durch einen Spalt nach draußen schieltest, hätte ich kaum sagen können, ob du es warst oder jeder beliebige Nachbar.
Seit du den Stempel verloren hast, mit dem du jedem Tag ein kleines Ornament aufdrücktest, sind sie dir entglitten. Sie grüßen nicht einmal mehr, wenn sie morgens durch das Fenster in dein Schlafzimmer rauschen und im gleichen Atemzug über den Balkon aus deiner Wohnung hechten. Ich habe die ärzte gefragt, bei den Nachbarn geklingelt und mir die Geschichten vom Markt geruhsam angehört, habe beim Apotheker nach einer Medizin gefragt und immer nur erfahren, dass das der Lauf der Zeit sei. Der Lauf der Zeit? Was sollte das? Es klang nach Religion. Den Duft der Rosen sogst du nicht mehr ein, als wir am Damm spazieren gingen, denn du sagtest, dass du ihn schon kennst und oft genug gerochen hast.
Dass die Besuche weniger wurden störte uns eigentlich nicht. Wir waren zufrieden, wenn du über die sonntäglichen Fussballspiele berichten konntest und ich über die Feuilleton erzählte. Aber waren wir glücklich, als wir aufeinander zu, aber doch knapp aneinander vorbei flanierten?
Und dann bittest du mich herein, wir setzen uns auf die alten Ledersessel, die so manche hitzige Diskussion getragen und mit angehört hatten und du holst den kleinen Holzkasten mit den guten Zigarren hervor. Wenn du das Feuerzeug herüber reichst, dann ist es fast, als hätte ich mir umsonst Gedanken gemacht. Aber etwas ist an mir oder dir vorbeigegangen, während es der jeweils andere mit vollen Armen empfangen hat, während wir uns nicht sahen.Das Fleisch schmeckt noch wie eh und je, gut und saftig balanciere ich es dann und wann versunken auf der Gabel, wobei du still deinen Teller leerst und beginnst abzuräumen. Wann hast du aufgehört zu fragen, worüber ich denke? Wann habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass du den Spaß am geschwisterlichen Austausch verloren hast? Das Wasser ist aus, bleib sitzen, ich gehe welches holen. Meinen Platz am Tisch hast du jedoch in Ehren gehalten, ich sitze immer noch dort. Vierundzwanzig Schritte waren es immer bis zu Tür, doch heute stand ich nach schon dreizehn von ihnen hier und zog den Haustürschlüssel vom Brett. Ich bin so wenig gewachsen wie du, bestimmt könnten wir noch mit aufgeblähten Lungen lachen. Doch der Stoffgürtel deines Rocks liegt knapp auf der Taille, dass er eine Kerbe in den Torso treibt.
Die Tür am Kellereingang geht nicht mehr richtig zu und ein wenig Licht linst durch den Spalt auf die dunklen Türen. Jemand muss ein Seil nach dem Himmel ausgeworfen und ihn näher an dein Haus gezogen haben. Beinahe macht es mir schon Angst, ich könnte beim zu schnellen Treppensteigen an eine weiche Decke stoßen. Aber ob sie weich ist? Sie ist grau und dunkel. Ein Bisschen der alten Zeiten hast du noch aufgehoben und an den Wänden hier unten aufgehängt. Die vielen “Damals …”- und “Ich weiß noch wie wir …”-Sätze hängen sauber aufgereiht nebeneinander, davor ein paar Kästen Wasser und die Trägheit aufgerollt und in einem Regal verstaut.
Vielleicht werde ich dir nachher am Telefon Bescheid geben, dass ich gegangen bin. Du hast es sicher gemerkt, oder auch nicht, ja, oder auch nicht, genau dieses oder auch nicht trieb mich hinaus. Wirklich, es tut mir leid. Und beim nächsten Mal bringe ich die Flasche Wein noch einmal mit.












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