The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Als Robert Anton Wilson (1, 2, 3) und Robert Shea in ihrer Romantrilogie Illuminatus! Hagbard Celine schufen, stampften sie den perfekten Guerillaterroristen aus dem Boden. Ein außergewöhnlich hoch begabter Mann, der gleichzeitig Jura und Schiffbau studierte, sein eigenes Uboot, die Leif Eriksson, konstruierte und seither gegen seinen ganz persönlichen Krieg gegen die Illuminaten führte.
Ihm legte gerade Wilson sehr viel seiner Philosophie in den Mund. So beispielsweise ließ er ihn einen besonderen Satz sagen, der mit seinen wenigen Worten selbst das zu beschreiben scheint, was wir jeden Tag in den Nachrichten sehen - es wird Politik gemacht, aber sie ändert nicht was, was sie eigentlich ändern wollte:
Effektive Kommunikation ist nur auf gleicher hierarchischer Basis möglich.
Bekannt geworden ist er jedoch in zwei verschiedenen Versionen. Einerseits als Verkürzung, Kommunikation ist nur unter Gleichen möglich., andererseits als das Snafu-Prinzip. Snafu, ausgeschrieben Situation normal, all fucked up. lautend, erklärt sehr anschaulich die gesamte Kommunikation innerhalb hierarchisch aufgebauter Strukturen.
Da solche Strukturen sich auf Angst, mindestens auf Respekt gründen, wird jede Information von ganz unten bis ganz nach oben einen beschwerlichen Weg nehmen. Der kleine Angestellte übermittelt seinen Vorarbeitern möglichst geschönte Nachrichten, welche wiederum ihren Vorgesetzten geschönte geschönte Mitteilungen machen. Auf diesem Wege kommt am Ende der Kette, beim letzten Glied immer eine befriedigende, erfreuliche Nachricht an.
Allerdings geht dies nur so lang gut, wie von ganz unten aus jedes Problem noch beseitigt werden kann. Gelingt dies nicht mehr, so wird die Wut, welche von oben nach unten dringt, genauso potentiert werden, wie die zuvor übermittelten Fehlaussagen. Dass dies aufgrund von Angst geschah interessiert dann niemanden mehr, sodass ganz unten zuerst die Köpfe rollen. Ein von oberster Ebene aus betrachtet stabiles Bauwerk hat ergo immer eine wackelige Basis, solang keine direkte Kommunikation zwischen jeder und jeder Ebene stattfindet.
Was jeder Staatsmann versucht, besser gesagt versuchen sollte, ist, ein stabiles und für jeden freundliches System zu schaffen. Dazu gereicht es nicht, nett auf Hochglanzphotos zu lächeln oder einmal in der Amtszeit mit dem Benz durch kriselnde Gebiete zu tuckern.
Man sollte nicht außer Acht lassen, dess es weitere Faktoren gibt, die diese bestehende Situation verschlimmern. Der Pygmalioneffekt zum Beispiel gibt jeder Seite immer genau die Ergebnisse, die sie erwartet. Ein Staatsmann wird nicht zuletzt durch eine vom Volk bloss belächelte “Du bist Deutschland!”-Kampagne und seinem, aufgrund vom Informationsdefizit an seinem Aktionsort hervorgerufene, eingeschränkte Sicht, immer das zu sehen bekommen, was er zu sehen gewillt ist. Eine von “selffullfilling prophecies” gesähte, problemlose Virtualität entsteht. Ebenso erreicht man nie das eigentliche Ziel, ein Gleichgewicht, sondern eine auf Unordnung basierende Pseudoordnung, solang man sich nicht klar darüber wird.
Anschaulich präsentierte dies Denis Howe * im Free On-line Dictionary of Computing:
Zu Beginn gab es den Plan. Dann kamen die Spezifikationen.
Und der Plan war ohne Form. Und die Spezifikationen waren ungültig.Und Dunkelheit war auf den Gesichtern derer, die ihn umsetzen sollten. Und so gingen sie zu ihrem Anführer und sagten:
“Das ist ein Topf voll Scheiße, der stinkt wie die Kanalisation.”Und der Anführer hatte Mitleid mit ihnen und sprach zum Projektleiter:
“Es ist ein Topf voll mit Exkrementen, dessen Geruch niemand ertragen kann.Und der Projektleiter sprach zu seinem Gruppenleiter:
“Es ist ein Behälter voll mit Exkrementen und es ist so stark, dass niemand es ertragen kann.”Der Gruppenleiter eilte daraufhin zu seinem Abteilungsleiter und informierte ihn:
“Es ist ein Gefäß voller Dünger und niemand erträgt seine Stärke.”Der Abteilungsleiter brachte diese Worte zu seinem Manager und sagte:
“Es beinhaltet jenes, welches das Wachstum der Pflanzen fördert und es ist sehr streng.”Und so kam es, dass der Manager sich freute und die gute Nachricht seinem Vizepräsidenten überbrachte:
“Es fördert Wachstum und ist sehr mächtig.”Der Vizepräsident eilte zum Präsidenten und rief freudig aus:
“Dieses mächtige neue Softwareprodukt wird das Wachstum der Firma fördern.”Und der Präsident betrachtete das Produkt und befand es für sehr gut.
Und schon war die Kacke am Dampfen.Und wer diesem kurzen Artikel nun zustimmt, der liest ihn gleich noch einmal. Denn die eigentliche Essenz ist und bleibt, niemandem zu trauen, schon gar nicht einem selbst, kritisch zu sein allem gegenüber, das einem zugetragen wird oder das man sich aneignet. Es musst nicht alles wahr sein, es kann auch nichts wahr sein. Nur uns obliegt nicht darüber zu urteilen, wenn wir uns nicht einmal vor uns selbst zufriedenstellend rechtfertigen können.
* The S.N.A.F.U.-Principle: Copyright 1993 by Denis Howe, veröffentlicht unter der GNU Federal Document License












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