The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.

  • Heute steht es in beinahe jeder Zeitung, keine von Ihnen hat es sich entgehen lassen, das erste Gespräch Georg Dabbljuh Bushs mit einem deutschen Printmedium (genauer gesagt der BILD-Zeitung) zu dokumentieren und nicht zuletzt zu kommentieren.

    Es ist schon komisch, wenn man lesen muss, dass der werte Herr US-Präsident von den Deutschen spricht, die den Krieg von Natur aus verabscheuen und just einen Absatz später schon von der Brillianz seiner Entscheidung, den Irak zu bekriegen, lesen muss.

    Ich habe meine Entscheidung damals in dem vollen Bewusstsein getroffen, dass man Bedrohungen begegnen muss, bevor sie Realität würden. Und ich war mir sehr im Klaren darüber, dass nicht jeder mit mir übereinstimmen würde.

    Gut, dass er das mit dem vollen Bewusstsein gesagt hat… Ja, Herr Bush, da nützt Ihnen aber auch nicht ihr Hochloben der Deutschen. Doch irgendwoher kennen wir ja dieses Bedrohungen begegnen, bevor sie Realität werden, vielleicht auch aus Deutschland? Ich denke da an die tolle Passgeschichte, den Kamerawahn und den gläsernen Bundesdeutschen. Wenn man diesen Satz eine Weile in seinem Kopf pendeln lässt, wird einem auch schnell die Absurdität desselben klar. Hieße es denn nicht, dass er besser gleich morgen dann in all die bösen Terrorländer einmarschieren lassen sollte, diese ganz sicher irgendwann einmal ärger machen würden. Dass diese falsche Vorsichtspolitik (nein, man muss nicht alles tolerieren, aber auch nichts mit Gewalt beanworten wollen, oder?) auch zu Lasten des eigenen Landes geht, hat noch kein Politiker in irgendeinem westlichen Staat begriffen. Ich will mich nicht darüber auslassen, ob der Krieg gut oder schlecht war, ob es sinnvoll wäre in den Iran einzumarschieren oder nicht, da ich es mir nicht zutrauen will, oberflächlich von diesem Thema zu sprechen. Wovon ich reden will, ist der offensichtliche Kurswechsel des Präsidenten, der garantiert nicht aus einer Deutschfreundlichkeitslaune entsprungen ist.

    Der Krieg im Irak wird ein Erfolg, sagt der Herr. Hat ein Krieg jemals zu unmittelbaren Erfolgen geführt? Kann man, in Anbetracht dessen, dass die US-Regierung noch vor ein paar Wochen erwogen hat, erneut Bagdad massiv anzugreifen und erst vor kurzem der Irak als ergiebigstes Pflaster für terroristische Anschläge erklärt wurde, diese Aussage überhaupt glauben?

    Was für eine Phrasendrescherei. Mich würde interessieren, wer dieses Interview in die Wege geleitet hat, die BILD-Zeitung oder die US-Regierung selbst. Beiden scheint es aber gleichwertig zu nutzen, hohle Wörter und Schauschlägerei, die nichts bringt, als Widersprüche. Es hört sich fast so an, als stünde die Iranintervention schon fest und der Herr Präsident versuche noch kurz vor Zwölf die umzustimmen, die sich vorher energisch geweigert haben. Gab es zufällig auch mit einer französischen Zeitung ein Gespräch? Wenn sich der Herr so sicher ist, dass wir, die Deutschen, von Natur aus gegen den Krieg sind, warum will er uns dann auf seiner Seite? Braucht er Geld, denn das geben wir sicher ohnehin, oder hofft er, jetzt, da unsere schnittige Miss Merkel die Führung dieses rostigen Kahns übernommen hat, uns vielleicht doch noch, freilig nicht mutwillig, denn wir wollen keine Krieg, er sieht das ja alles ein, zu einer aktiven Beteiligung zu bringen? Denn nur darum erscheint mir dieses Gespräch zu Stane gekommen zu sein.

    Einige Quellen:
    Spiegel Online
    BILD
    Netzzeitung

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