The tears stream down my cheeks from my unblinking eyes. What makes me weep so? From time to time. There is nothing saddening here. Perhaps it is liquefied brain.
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Die Postbank macht 449 Millionen Euro Verlust. Die japanische Börse ist auf historischem Tiefstand. Wahrscheinlich sollte mich das weitaus mehr stören, als es das in Wirklichkeit tut. Ich habe keine Aktien, auch keine abgefahrenen Fonds irgendwelcher total tollen Banken, die ganz ganz weit weg mal ganz ganz viel Profit erwirtschaften sollten, das aber irgendwie nicht geschafft haben, deshalb jetzt pleite sind und da das Bankensystem ein ineinander verhaktes Geben und Nehmen ist, haben jetzt auch die anderen Banken Angst vorm großen Fausthieb, wie ihn die Postbank nun abbekommen hat.
Die meisten Probleme haben solche Ausmaße oder sind so weit weg, dass sie mich direkt überhaupt nicht mehr betreffen und deshalb auch anders interessieren. Das ist schlimm, kann man meinen, aber auch ehrlich. Zwar kaufe ich Biomilch und Fair-Trade-Kaffee, aber ob es dort nun um mehr als die Befriedigung meiner Weltverbesserungsfantasien geht, wer weiß.
Sachen die mich angehen:
Die Uhr des Computers zeigt die falsche Uhrzeit, das falsche Datum ebenso, weswegen alle mit Datum im Titel gespeicherten Dateien jetzt umbenannt werden müssen. Das mag bei drei Dateien noch in Ordnung sein, nicht aber bei dreihundert.
Ich stelle mir vor, wie es ist, wenn man seit 8 Tagen nicht mehr draußen gewesen ist und langsam eine argwöhnische Furcht vor der Welt außerhalb bekommt. Auf Anrufe reagiert man nicht, das Klingeln und Klopfen ignoriert man, stattdessen isst man endlich einmal alles, was sich im Kühlschrank befindet, statt immer wieder nachzukaufen und so bestimmte Dinge immer zu kaufen, aber nie zu essen. Man isst alles, bis auf die Packung Käse, die schon lang über das Haltbarkeitsdatum hinaus ist. Man bleibt stark und ärgert sich, dass man Google nicht so gut bedienen kann, als dass es einem die Adresse eines Online-Lebensmittelladens ausspucken würde. Man hat Hunger. Der Hunger wird immer größer, je länger man im Internet nach Nahrung sucht. Und dann gewinnt die abgelaufene Packung Käse doch noch und man isst den Käse, auf dass es einen auch die folgenden Tage in der Wohnung und fern von der Welt da draußen halten möge.
Gerade jetzt, während ich das hier schreibe, mache ich ein Wordpress-Update, ohne vorher ein Backup gemacht zu haben, ach was, ohne überhaupt ein Backup zu besitzen, denn aus irgendeinem Grund funktioniert das tägliche Backup nicht mehr und ich bekomme keine megabytegroßen Mails mehr geschickt, die mir jeden Tag aufs Neue meine Lebenslüge aufrecht erhalten, auch ich bekäme elektronische Post.
Just in diesem Moment sitze ich unbehelligt am Schreibtisch und vor meinem Fenster versuchen ein paar Elektriker auf einer Hebebühne, mich mit einem dicken Kabel zu hypnotisieren, während ich auf den Bildschirm starre und mir nicht anmerken lassen will, dass ich ihr Vorhaben schon längst durchschaut und mich nicht fügen werde.
Da. Nun ziehen sie von dannen und versuchen es bei der Nachbarin. Die Sicht auf mein Fenster ist wieder frei, was die alte Frau im Haus gegenüber sofort dazu inspiriert, auch nachzuschauen, was es denn so Interessantes gäbe, hier in dieser meiner Parzelle. Sie lugt hinter dem Vorhang hervor, wie sie das nur tut, wenn es regnet. Wenn es nicht regnet, dann lehnt sie sich so weit es geht aus dem Fenster, so weit, dass das Gewicht ihre Brüste auf der einen und das Gewicht ihres Hinters auf der anderen Seite des Fensters sie im Gleichgewicht halten und sie ungehindert in meine Richtung schauen kann. Ich habe versucht, zurückzustarren, aber es half nichts und endete vielmehr mit Tränen, als sie einmal, sicher in vollster Absicht, vergaß, die Jalousien ihres Badezimmers zu schließen. Sie terrorisiert mich, aber die Polizei glaubt mir nicht.
Insiderschluss:
Und am Ende war Krieg und alle sind gestorben.












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