Wie schnell entwickelt sich VR wirklich?

Wie schnell entwickelt sich VR wirklich?

Facebook hat Milliarden für Oculus VR bezahlt, den Pionier der Virtual Reality. Der Verkauf der Rift VR-Headsets hinkt aber hinterher, hat Mark Zuckerberg dann alles falsch eingeschätzt? Wie schnell entwickelt sich VR, ist es Zeit sich Sorgen zu machen? Oder wird das alles schon nicht so schlimm sein und bald laufen wir alle mit einem VR-Headset herum?

Der Hype ist vorbei, was ist die Realität von VR?

Bei der Einführung neuer Technologien scheint die Presse immer eine rosa Brille zu tragen. Alles ist fantastisch, dies wird ein Hit sein!

Der Hype der Virtual Reality ist nun vorbei, die Prognosen wurden deutlich nach unten revidiert. Die gleichen VR-Cheerleader sind nun plötzlich Skeptiker, die den Zusammenbruch der Virtual Reality vor langer Zeit kommen sahen. Trotzdem wird Augmented Reality von den gleichen Leuten auch auf ganz beiläufig erhabene Weise verherrlicht. Merken Sie sich Mixed Reality schon einmal als neuen Trend von 2018 vor! Die Realität ist eigentlich ganz einfach; VR hat eine Zukunft, aber diese neue Technologie braucht einfach Zeit. So hatte Apples erstes iPhone zum Beispiel keinen App Store, erst mit der Einführung des iPhone 3G war es ein Erfolg. Sorgen Sie sich nicht um die Zukunft der Virtual Reality, das wird schon werden. Doch was braucht die Technologie für den großen Durchbruch?

Voraussetzungen für den Erfolg in Virtual Reality

Wenn Sie täglich mit den aktuellsten VR-News als Website beschäftigt sind, können Sie in einer “Seifenblase” landen. Es ist fast so, als ob jeder ständig mit einem VR-Headset herumläuft, aber die meisten Leute wissen nicht einmal genau, was es bedeutet. Nehmen wir die rosa VR Brille also eben ab und ermitteln wir, was für den Erfolg in Virtual Reality notwendig ist:

  1. Bessere Spiele: Es gibt sicherlich einige sehr starke VR-Spiele, aber die Anzahl der AAA-Spiele kann auf einer Hand gezählt werden. Das beste Beispiel im Moment ist wahrscheinlich Resident Evil 7, dieses Spiel wurde von Grund auf für ein VR-Erlebnis kreiert. Nicht umsonst ist es das beliebteste Spiel für PlayStation VR, mit einer durchschnittlichen Spieldauer, die doppelt so lang ist wie bei anderen VR-Spielen. Es ist eine Huhn- oder Ei-Geschichte, ohne gute Spiele verlassen die Spieler die Technologie, aber ohne eine große Gruppe von Nutzern, investieren die Entwickler zu wenig in VR-Spiele.
  2. Mehr Business VR Content: Spiele sehen auffällig aus, aber es ist der Business VR Content, der einen Unterschied machen kann. Die Virtual Reality wirkt sich bereits heute auf die Industrie, den Handel und z. B. auch im medizinischen Bereich aus. In der Geschäftswelt kümmert sich niemand um eine lästige VR-Brille auf dem Kopf, solange sie profitabel ist. Virtual reality Anwendung erstellen lassen
  3. Günstigere Headsets: Ein VR-Headset von 500 Euro, Controller von je 100 Euro, ein paar Tracker und ein Gaming-PC von 1500 Euro. Dies ist nicht gerade eine Einkaufsliste, die sich die meisten Verbraucher leisten können. Das Google Cardboard und die Gear VR sind nicht so leistungsfähig, man kann nicht frei herumlaufen und das Erlebnis ist weniger beeindruckend. Aber der Preis ist viel niedriger. Mit den neuen VR-Headsets für Windows wird der Preis von “echtem” VR deutlich attraktiver, ebenso wie die Systemvoraussetzungen für den PC. Auch die ersten Generationen von Rift und Vive wurden bereits stark reduziert.
  4. Wireless VR: Google Cardboard und Gear VR sind begrenzt, aber sie sind weit oben bei den Verkaufszahlen. Neben dem niedrigen Preis, Diese VR-Brillen sind kabellos, und das hat einen großen Einfluss auf das Erlebnis. Mit dem neuen Inside Out Tracking, wie es bei Windows VR-Headsets verwendet wird, sind lose Tracker überflüssig, auch das Oculus Go ist ein neues kabelloses Headset zu einem vernünftigen Preis. Das Oculus Santa Cruz ist ebenfalls im Anmarsch, ein komplett kabelloses VR-Headset mit voller Bewegungsfreiheit.
  5. Social Virtual Reality-Etikette: Während der Flut in Puerto Rico besuchte Facebook-Direktor Mark Zuckerberg das Katastrophengebiet virtuell und machte dann während eines Live-Streams etwas Lustiges. Nicht so taktisch Mark. Wir als Gesellschaft müssen deutlich noch lernen, wie VR in eine soziale Erfahrung hineinpasst. AltSpaceVR mussten ihre Aktivitäten einstellen, bis Microsoft diese soziale VR-Plattform wiederbelebte, in den Startlöchern stehen auch noch zwei Virtual Reality Nachfolger von Second Life. VR ist sozial, jetzt müssen nur die Nutzer es noch werden…..

Virtual Reality ist keine Technologie, die einen Sprint anzieht, sondern sie läuft einen Marathon. Täglich kommt eine innovative Anwendung in VR hinzu, von 3D-Malerei zur Unterstützung demenziell erkrankter Senioren bis hin zu virtuellen Rundgängen für Schüler. Der Hype ist vorbei, der Trend geht weiter.

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